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Minister: Ägyptens Badeorte trotz Corona „großartig und sehr sicher“

05:42
09.07.2021
Ägyptens Badeorte am Roten Meer sind nach Ansicht des dortigen Ministers für Tourismus und Altertümer anderthalb Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie wieder sichere Reiseziele. Ausländische Touristen seien nach ihrer Heimkehr sogar „traurig, weil sie sich in Ägypten sicherer fühlten“, sagte Chalid al-Anani der Deutschen Presse-Agentur. „Ich habe keinerlei Beschwerden von anderen Ländern erhalten über infizierte Touristen. Nur Briefe von Botschaftern, die die Lage in Ägypten als großartig und sehr sicher bezeichnen.“

In dem nordafrikanischen Land wurden seit Beginn der Pandemie rund 283.000 Corona-Infektionen gemeldet. Die Zahl mag gering erscheinen mit Blick auf die Bevölkerung von mehr als 100 Millionen Einwohnern, vollen Plätzen und Straßen sowie Millionen Menschen, die oft auf engstem Raum leben. Al-Anani sagte, er habe Vertrauen in die Zahlen, die auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt würden. Der Statistik-Website Our World In Data zufolge haben bisher rund 3,5 Prozent der ägyptischen Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten.

Die ersten Monate nach Beginn der Pandemie waren ägyptische Strände verlassen, Hotels und Restaurants wurden geschlossen. Schrittweise wurden die Urlaubsregionen aber wieder für einheimische und dann auch für ausländische Touristen geöffnet. Urlauber, die trotz der immer noch bestehenden Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nach Ägypten kamen, hatten die Strände vielerorts für sich allein.

Sarah Cames

Zieht es Sie dieses Jahr im Urlaub in ferne Gefilde?
Ja. "Vakanz Doheem" ist ganz schön, aber dieses Jahr darf es etwas exotischer sein.
Nein. Ich urlaube auch dieses Jahr nicht allzu weit entfernt.
Ich bin noch nicht ganz sicher, wo es mich dieses Jahr hinzieht.
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Pfizer/Biontech: Auffrischungs-Impfung wahrscheinlich erforderlich

04:23
09.07.2021
Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus. „Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung“, hieß es am Donnerstag (Ortszeit US-Ostküste) in einer gemeinsamen Mitteilung. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, „dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird“.

Bei einer laufenden Studie zu einer dritten Impfung seien „ermutigende Daten“ zu beobachten, teilten die beiden Unternehmen mit. Details sollten bald in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert werden. Außerdem sei geplant, die Daten in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, dem europäischen Pendant EMA und bei anderen Zulassungsbehörden einzureichen. Pfizer und Biontech gingen davon aus, dass eine dritte Dosis das höchste Schutzniveau gegenüber allen bisher getesteten Coronavirus-Varianten erhalte, hieß es weiter. Das gelte auch für die sich ausbreitende Delta-Variante. Man entwickle zugleich aber auch eine angepasste Version des gemeinsamen mRNA-Impfstoffs.

Kurz nach dem Statement von Pfizer und Biontech hieß es am Donnerstag in einer von US-Medien verbreiteten Mitteilung der FDA und der US-Gesundheitsbehörde CDC, Amerikaner, die vollständig geimpft seien, benötigten derzeit keine Auffrischungsimpfung. Man sei aber auf die Verabreichung von Auffrischungsdosen vorbereitet, sollten wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sie notwendig seien. Die US-Gesundheitsbehörden untersuchten die Frage, verließen sich dabei aber nicht ausschließlich auf Daten von Pharmafirmen.

Jeff Wiltzius