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Digitaler Corona-Impfnachweis geht in Deutschland an den Start

06:14
10.06.2021
Der geplante digitale Corona-Impfpass in Deutschland soll an diesem Donnerstag an den Start gehen. Die Anwendung namens „CovPass“ werde Schritt für Schritt ausgerollt und in den App-Stores verfügbar sein, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Mittwoch in Berlin. Ressortchef Jens Spahn (CDU) will Einzelheiten dazu am Donnerstag vorstellen. Der vorgesehene digitale Nachweis soll eine freiwillige Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes sein. Das Europaparlament gab am Mittwoch grünes Licht für ein EU-weites Covid-19-Zertifikat.

Der deutsche "CovPass" ist das Äquivalent zum luxemburgischen "Covid-Check", zu dem Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am Donnerstagnachmittag um 16 Uhr in einer Pressekonferenz weitere Details gibt. Den Pressetermin können Sie wie immer an dieser Stelle im Ticker und im Livestream verfolgen.

Sarah Cames

Oliver Berg / dpa Das Logo der CovPass-App ist neben einem Impfbuch auf einem Smartphone zu sehen.

Kampf gegen Pandemien: G7-Staaten wollen Gesundheitssysteme stärken

05:31
10.06.2021
Die Gruppe der großen Industrienationen (G7) will ihre Kräfte bündeln, um die Covid-19-Pandemie zu beenden und besser gegen künftige Virus-Ausbrüche vorgehen zu können. Das sieht eine „Gesundheitserklärung von Carbis Bay“ vor, die die Staats- und Regierungschefs nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf ihrem G7-Gipfel von Freitag bis Sonntag in dem südwestenglischen Badeort beschließen wollen.

In dem Entwurf, der am Donnerstag der dpa vorlag, verpflichtet sich die G7-Gruppe, „die kollektiven Abwehrkräfte zu stärken, um durch wirksames multilaterales Handeln und ein gestärktes globales Gesundheitssystem besser gegen künftige Pandemien vorzubeugen, diese zu entdecken, darauf zu reagieren und sich davon zu erholen“. „Globale Lösungen sind gefordert“, hieß es weiter. Im Mittelpunkt soll eine „reformierte“ Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehen.

Die G7-Staaten gehen in der Erklärung von einem ganzheitlichen Ansatz (One Health) aus, der die Gesundheit von Tier und Mensch sowie eine intakte Umwelt einschließt. In diesem Sinne wollen sie in ihre eigenen Gesundheitssysteme investieren und gefährdete Staaten unterstützen, es ihnen gleich zu tun. Auch sollen andere Staaten ermutigt werden, sich den Bemühungen anzuschließen.

Frühwarnsysteme sollen gestärkt und ein besseres globales Netzwerk zur Überwachung drohender Gefahren für die Gesundheit aufgebaut werden. Die reichen Industrienationen beschließen in der Erklärung, mittel- und langfristige globale Finanzierungsmechanismen einzusetzen, um Mittel aus verschiedenen Quellen zusammenzubringen.

Sarah Cames