Letztes Update:
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Rheinland-Pfalz: Sonderaktion mit 30.000 Impfdosen für junge Menschen beginnt

05:46
07.07.2021
Studierende, Azubis und andere junge Menschen in Rheinland-Pfalz werden von diesem Mittwoch (8.00 Uhr) an bei einer Sonderaktion gegen das Corona-Virus geimpft. Die Landesregierung stellt für die einwöchige Aktion rund 30.000 Dosen Biontech zur Verfügung. Die Impfungen an den sechs Hochschulorten in Trier, Kaiserslautern, Koblenz, Landau, Ludwigshafen und Mainz stehen allen 18- bis 27-Jährigen offen, die entweder an einer Hochschule eingeschrieben sind oder ihren Wohnsitz in Rheinland-Pfalz haben.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Gesundheitsminister Clemens Hoch (beide SPD) begleiten den Auftakt zur Impfkampagne für junge Erwachsene an der Mainzer Uniklinik (9.30 Uhr).

Sarah Cames

EU-Gesundheitsbehörde: 2.500 Corona-Fälle in Verbindung mit EM

04:37
07.07.2021
Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM bislang mehr als 2.500 Corona-Infektionen gezählt. In der dritten Turnierwoche der Europameisterschaft sei ein erheblicher Anstieg im Vergleich zur Woche davor zu verzeichnen gewesen, bestätigte die EU-Agentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Infektionsfälle in sieben Ländern ließen sich mit der EM in Verbindung bringen, sagte die zuständige Direktorin Vicky Lefevre. Schottland sei mit 1991 Fällen dabei am weitaus stärksten betroffen.

Die schottische Mannschaft trug ihre EM-Gruppenspiele in Glasgow und im Londoner Wembley-Stadion aus. In Großbritannien breitet sich die als ansteckender geltende Delta-Variante des Virus stark aus. 436 Fälle seien zuletzt in Finnland registriert worden, vor allem nachdem Finnlands Fußballer in St. Petersburg spielten und Fans offensichtlich das Virus aus Russland mitbrachten. Einige Fälle wurden auch aus Dänemark, Frankreich, Schweden, Kroatien und den Niederlanden gemeldet. In Deutschland sind demnach keine Corona-Infektionen direkt im EM-Zusammenhang festgestellt worden.

Nicht sicher ist, wo sich die betroffenen Fans angesteckt haben. Dies könne sowohl in Stadien als auch in Fanzonen, bei der Reise wie auch bei privaten Treffen im Umfeld der Spiele passiert sein. Die Entwicklung sei angesichts der Corona-Lage „nicht unerwartet“, sagte Lefevre. Großveranstaltungen mit Menschenmassen seien weiter mit Risiken behaftet. Zudem verwies sie darauf, dass die Delta-Variante noch nicht „auf der Bildfläche“ gewesen sei, als die Planungen für die EM-Spiele mit zehntausenden Zuschauern festgezurrt worden waren.

Für das ECDC prüfen täglich mindestens zwei Experten das Infektionsgeschehen rund um die Fußball-EM. Die Untersuchungen begannen eine Woche vor Turnierbeginn und enden eine Woche nach dem Endspiel an diesem Sonntag.

Jeff Wiltzius