Am 2. Juli hat der Regierungsrat beschlossen, dass Luxemburg sich an einer Spendenaktion von Impfstoffen an die Vermittlungsagentur COVAX (Covid-19 Vaccines Global Access) beteiligen wird. Das meldet das Gesundheitsminiterium am Dienstag. Mit der Spende soll das Land seinen Beitrag zu einer solidarischen weltweiten Verteilung von Impfstoffen leisten.
Als ersten Schritt wird Luxemburg 350.000 Dosen verschiedener Impfstoffe (Johnson&Johnson, AstraZeneca und mRNA-Impfstoffe wie Comirnaty und Spikevax) spenden, die Partnerländern des Großherzogtums zugute kommen sollen. Die genaue Verteilung wird noch geklärt.
Bis Ende Juni haben die Mitgliedsstaaten der EU 2,5 Millionen Dosen Impfstoffe mit Drittstaaten via COVAX geteilt.
Die ungleiche Verteilung der Impfstoffe in der Welt stelle eine große Gefahr bei der EIndämmung der Pandemie dar, so die Mittteilung der Santé. Die internationale Gemeinschaft müsse sich daher solidarisch zeigen um den Zugang zu Impfstoffen gleichberechtigt zu gestalten.
Aktuell haben insgesamt 14 Prozent der Weltbevölkerung mindestens die erste Dosis erhalten - allerdings in sehr ungleicher Verteilung zwischen den Nationen. Laut WHO sollten bis Ende des Jahres mindestens 30 Prozent der Weltbevölkerung geimpft sein - das entspräche einem Bedarf von 250 Millionen Dosen. Um der Pandemie vor Aufkommen weiterer, multiresistenter Varianten ein Ende zu setzen, müssten 70 bis 80 Prozent der Weltbevölkerung immunisiert sein.