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Zwei Corona-Neuinfektionen im Saarland - Inzidenz bei 7,2

05:25
28.06.2021
Innerhalb eines Tages sind im Saarland zwei neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus wurden nicht registriert.

Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts vom Montag hervor. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg demnach leicht auf 7,2 (Stand 3.13 Uhr), am Vortag lag sie bei 7,1. Seit Beginn der Pandemie wurden im Bundesland 41.453 Corona-Fälle gezählt, 1.019 Menschen starben in Verbindung mit dem Virus. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Auf den saarländischen Intensivstationen lagen nach Daten des Divi-Registers (Stand 6.19 Uhr) neun Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung.

Teddy Jaans

Rheinland-pfälzischer Gesundheitsminister will Druck auf Impfskeptiker erhöhen

05:19
28.06.2021
Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) will den Druck auf Impfskeptiker und die Anreize fürs Impfen mit Blick auf die Ausbreitung der Delta-Variante erhöhen. „Es kann bei manchen Aktivitäten für Erwachsene wie einem Discobesuch so sein, dass dieser faktisch nur noch für Geimpfte möglich sein wird“, sagte der SPD-Minister der „Rhein-Zeitung“ (Montag).

Natürlich werde es weiter die Möglichkeit des vorherigen Testens geben. „Aber wenn sich nur noch ein sehr geringer Teil der Bevölkerung testen lassen muss, wird es nicht mehr so viele Angebote wie aktuell geben.“ Hoch kündigte an, zusammen mit vielen gesellschaftlichen Partnern über den Sommer hinweg noch einmal verstärkt dafür werben zu wollen, sich impfen zu lassen.

Eine Durchimpfung der Schulkinder lehnte der SPD-Politiker ab: „Wir werden einen Schulbesuch nicht davon abhängig machen, ob jemand geimpft ist oder nicht.“ Der gute Schutz für Kinder sei zunächst, wenn sich möglichst viele Erwachsene impfen lassen. Anders als bei Erwachsenen, bei denen neben dem Selbstschutz auch der Schutz der anderen eine Rolle spiele, müsse bei Kindern die Impfung allein dem Kindeswohl dienen. Die Politik dürfe nicht einfach über die Impfung von Kindern entscheiden. „Es ist allein Sache der Eltern gemeinsam mit einem Arzt, die Frage zu beantworten, ob es ihren Kindern mit einer Impfung besser geht als ohne.“

Sarah Cames

Südafrika setzt Corona-Alarmstufe herauf

04:26
28.06.2021
Nach einem ungewöhnlich starken Anstieg der Infektionszahlen verschärft Südafrika seine Corona-Beschränkungen deutlich. Präsident Cyril Ramaphosa setzte die Alarmstufe am Sonntagabend in einer TV-Rede auf die zweithöchste Stufe herauf. Am Vortag war bekanntgeworden, dass die hochansteckende Delta-Variante den Kap-Staat im Griff hat. Auch bereits zuvor mit der Beta-Variante infizierte und danach genesene Südafrikaner seien nun gefährdet, so Ramaphosa. „Wir sind im Griff einer verheerenden Welle.“

Besonders betroffen ist das Ballungszentrum um die Städte Pretoria und Johannesburg
(Gauteng-Provinz), wo mehr als 60 Prozent aller Neuinfektionen registriert wurden. Die Gesundheitsinfrastruktur befindet sich an der Kapazitätsgrenze. Reisen sind dort nur noch in Ausnahmefällen erlaubt. Die neuen Restriktionen sehen neben nächtlichen Ausgangsbeschränkungen nach 21.00 Uhr auch ein Alkoholverbot sowie weitgehende Versammlungsverbote im Freien vor.

Südafrika ist zahlenmäßig das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Afrika. Bislang wurden dort 1,9 Millionen Fälle dokumentiert. Knapp 60.000 Menschen starben an den Folgen einer Infektion. Geimpft sind rund 2,7 Millionen der insgesamt knapp 60 Millionen Südafrikaner.

Die bisherigen Einschränkungen haben verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Millionen Menschen kämpfen ums Überleben, Armut und Nahrungsmittelunsicherheit haben sich in wenigen Wochen dramatisch verschärft. Bereits vor der Epidemie steckte Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft in einer schwierigen Lage.

Sarah Cames