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Hunderte Schüler bei Klassenfahrten auf Mallorca mit Corona infiziert

19:01
24.06.2021
Hunderte Schüler und Schülerinnen aus verschiedenen Teilen Spaniens haben sich offenbar auf Abschlussfahrten Mitte Juni auf Mallorca mit dem Corona-Virus infiziert. Allein in Madrid seien mindestens 245 Jugendliche betroffen, teilten die regionalen Behörden am Donnerstag mit. Zuvor hatte das Baskenland von 49, die Region Valencia von 32 und Murcia von 18 Fällen berichtet. Es wird vermutet, dass praktisch alle betroffenen jungen Leute mit ein und derselben Fähre von Valencia nach Mallorca fuhren und sich vom 12. bis 18. Juni auf der Mittelmeerinsel aufhielten. Alle Schüler hätten sich mit der britischen Variante des Virus infiziert.

In der Region Madrid wurden nach den amtlichen Angaben 452 Kontaktpersonen der infizierten Schüler unter Quarantäne gestellt. Es wird nach Medienberichten trotzdem befürchtet, dass die Zahl der Ansteckungen, die mit diesen Klassenfahrten zusammenhängen, in den nächsten Tagen noch zunimmt. Die spanische Gesundheitsministerin Carolina Darias rief die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen des Landes, die wegen der strikten Alterspriorisierung mehrheitlich noch nicht geimpft sind, zu „verantwortungsvollem Verhalten“ auf. Bei den 15- bis 29-Jährigen würden derzeit die höchsten Infektions-Raten verzeichnet. Man verfolge den Mallorca-Ausbruch sehr genau.

Die Corona-Zahlen gehen in Spanien seit Monaten fast kontinuierlich zurück. Zuletzt wurden landesweit 43 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst. In Urlaubsregionen wie den Balearen sowie in Valencia und den Kanaren ist die Lage mit Werten um 20 noch besser. Im Zuge der relativ entspannten Corona-Lage beschloss die Regierung am Donnerstag eine deutliche Lockerung der strengen Maskenpflicht im Freien. Ab Samstag muss der Mund- und Nasenschutz nur dann aufgesetzt werden, wenn der Mindestabstand von eineinhalb Metern zu haushaltsfremden Personen nicht gewahrt werden kann.

Sarah Cames

Lage in Portugal spitzt sich zu: Lockerungen ausgesetzt

18:33
24.06.2021
Wegen einer besorgniserregenden Ausbreitung der Delta-Variante und einer Zunahme der Infektionsfälle hat die Regierung Portugals die für Montag vorgesehenen Lockerungen der Corona-Einschränkungen für weite Teile des Landes ausgesetzt. „Wir befinden uns in einer kritischen Phase“, erklärte Präsidentschafts- Ministerin Mariana Vieira da Silva am Donnerstag in Lissabon. Mit 1556 neuen Ansteckungen binnen 24 Stunden wurde am Donnerstag nach Angaben des Gesundheitsministeriums der höchste Wert seit Februar registriert. Nach Angaben der EU-Behörde ECDC hat Portugal inzwischen mit einer 14-Tage-Inzidenz von gut 124 den höchsten Wert aller 30 erfassten Länder. Zum Vergleich: Deutschland weist 25 auf.

Besonders schlecht ist die Lage im Großraum Lissabon sowie in Sesimbra und Albufeira, die alle 14-Tage-Inzidenzen von mehr als 240 aufweisen. Dort werden die Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie deshalb sogar verschärft. Gastronomiebetriebe und Einzelhandel (Lebensmittelläden ausgenommen) müssen dort etwa an den Wochenenden und Feiertagen wieder bereits um 15.30 schließen.

Lissabon - wo die Delta-Variante bereits mehr als 70 Prozent aller Fälle ausmacht - wird wieder zwischen Freitagnachmittag und dem frühen Montagmorgen abgeriegelt. Allerdings dürfen die gut 2,8 Millionen Bewohner anders als vor einer Woche den Großraum „Area Metropolitana“ diesmal nicht nur aus „triftigem Grund“ wie etwa Arbeit oder Arztbesuch verlassen. Man darf auch dann raus, wenn man einen negativen Test, einen Nachweis über eine vollständige Immunisierung oder über eine Genesung von der Krankheit vorlegt.

Sarah Cames