Die Proteste Hunderter Impfpflicht-Gegner vor dem Parlament in Neuseelands Hauptstadt Wellington dauern trotz Warnungen der Polizei auch nach einer Woche an. Die Teilnehmer haben zahlreiche Zelte aufgebaut und blockieren seit vergangener Woche viele Zufahrtsstraßen mit Lastwagen, Campern und Autos. Die Zahl der Demonstranten am Montag werde auf etwa 1.000 geschätzt, berichtete der Sender Radio New Zealand (RNZ). Aufforderungen der Polizei, die Fahrzeuge anderweitig zu parken, würden bislang missachtet.
Einige Bars und Cafés hätten wegen der Blockade bereits schließen müssen, andere hätten kaum noch Kunden, hieß es. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern forderte die Protestler in der Sendung „Morning Report“ auf, nach Hause zu gehen. „Was wir sehen, ist eine Art von importiertem Protest. Wir haben Trump-Flaggen gesehen und kanadische Flaggen, zudem wurden Leute beleidigt, die in der Region unterwegs waren und Masken trugen.“ Dies gehe über einen normalen Protest hinaus.