Letztes Update:
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5.800 Menschen bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Saarbrücken

05:17
14.02.2022
In Saarbrücken haben am Sonntag nach Schätzung der Polizei rund 5.800 Menschen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und gegen eine Impfpflicht demonstriert. Der angemeldete Demonstrationszug habe unter dem Motto gestanden „Wir sagen nein zur Impfpflicht. Schluss mit Spaltung unserer Gesellschaft“, teilte die Polizei am Abend mit.

Zu einer Gegenveranstaltung unter dem Motto „Stehen bleiben für mehr Solidarität“ habe die Partei Die Partei aufgerufen. Die angemeldete Gegenversammlung bestand nach Polizeiangaben aus rund 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Provokationen oder Störungen seien beim Aufeinandertreffen der Gruppen nicht festgestellt worden. Es seien kurzzeitig Straßen in der Saarbrücker Innenstadt gesperrt worden. Rund 110 Kräfte waren laut Polizei während der dreieinhalbstündigen Demonstration im Einsatz.

Nach Polizeiangaben war es immer wieder nötig, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie auf den Mindestabstand hinzuweisen. 

Teddy Jaans

2.070 neue Corona-Fälle im Saarland

10:13
13.02.2022
Im Saarland haben die Gesundheitsbehörden innerhalb eines Tages 2070 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche (Inzidenz) sank auf 1.522,0 nach 1541,4 am Vortag, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Sonntag hervorgeht (Stand 3.57 Uhr). Weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus wurden nicht bekannt. Seit Beginn der Pandemie starben 1.352 Menschen an oder mit dem Erreger, 131.700 Personen infizierten sich.

Auf den Intensivstationen der saarländischen Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) vom Sonntag zuletzt 40 erwachsene Covid-19-Patienten. Von ihnen mussten 16 beatmet werden (Stand 9.05 Uhr).

Jeff Wiltzius

Niederländer feiern trotz Corona-Verboten Partys in Nachtclubs

09:11
13.02.2022
Tausende Niederländer haben sich in der Nacht zum Sonntag über Corona-Verbote hinweggesetzt und in Nachtclubs und Diskotheken durchgefeiert. In mehreren Städten seien Clubs ausverkauft gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP. Mit der Aktion „De Nacht staat open“ (Die Nacht steht offen) protestierten Gastro-Unternehmen in Amsterdam, Rotterdam, Utrecht und weiteren Städten gegen Corona-Regeln, die eine Schließung um spätestens 22 Uhr vorschreiben.

In Amsterdam blieben Nachtlokale trotz angedrohter Geldstrafen in Höhe von 4500 Euro offen. Anderswo, darunter Maastricht und Groningen, sagten Clubbetreiber angesichts drohender Strafen von bis zu 50.000 Euro geplante Protest-Partys ab. Daraufhin kamen Tausende von jungen Leuten zu illegalen Ravepartys im Freien zusammen, berichtete die Zeitung „Algemeen Dagblad“.

Die niederländische Regierung hatte am Donnerstag erklärt, zum 18. Februar die meisten Corona-Maßnahmen aufheben zu wollen. Stadien, Theater, Kinos und Gaststätten sollen dann wieder fast uneingeschränkt für Besucher freigegeben werden. Ende Februar sollen dann die restlichen Einschränkungen aufgehoben werden.

Die Infektionszahlen sind zwar nach wie vor hoch, doch steigen die Patientenzahlen in Krankenhäusern nur langsam. Daher nimmt der Druck von Bürgern, Bürgermeistern und Unternehmern auf die Regierung zu, die Einschränkungen aufzuheben.

Jeff Wiltzius