Letztes Update:
20220420123121

Zunehmend schweitern Antibiotika an multiresistenten Bakterien

09:42
12.02.2022
Die meisten bakteriellen Infektionen können dank Antibiotika erfolgreich behandelt werden. Doch immer häufiger kommen Bakterien vor, die Resistenzen aufweisen und dadurch gegen Medikamente unempfindlich werden. Man geht davon aus, dass in wenigen Jahren weltweit jährlich 10 Millionen Menschen an multiresistenten Keimen sterben werden, da es zu wenige wirksame Antibiotika gibt.

Der Verbrauch von Antibiotika in Deutschland ist in den letzten Jahren zwar zurückgegangen, dennoch werden noch häufig viel zu viele Präparate verordnet, die kontraindiziert sind. Beispielsweise bei Infekten der oberen Atemwege, für die Viren verantwortlich sind, ist eine Antibiotikagabe völlig sinnlos.

670 Tonnen Antibiotika werden jährlich in Deutschland verordnet, ein großer Teil davon in der HNO-Medizin. Die Tiermedizin hat die eingesetzte Antibiotikamenge seit 2011 mehr als halbiert von 1.706 t auf 742 t, jedoch ist das mit Hinblick auf immer mehr multiresistente Keime unfassbar viel.

Die Entwicklung neuer wirksame Antibiotika ist nahezu zum Erliegen gekommen, hier wird kaum noch investiert. Dies wurde jüngst auch auf der 54. Fortbildungsveranstaltung für HNO-Ärzte in Mannheim in wissenschaftlichen Vorträgen berichtet.

Dabei wurde nicht nur über die fehlenden neuen Entwicklungen geklagt. Auch die Bedeutung von Antibiotika und der Einsatz sogenannter High-risk-Antibiotika wurde breit diskutiert, die Komplikationen wie Sehnenrupturen, Aorten-Aneurysmen, Colitis oder Leberversagen bewirken können.

Dabei könnten In der HNO-Medizin bei lokalen Behandlungen durchaus auch mit Antiseptika statt Antibiotika therapiert werden. Die Desinfektionsmittel wirken nicht nur gegen multiresistente Keime, sondern auch gegen Viren und viele Pilze. Resistenzen werden nicht gebildet bei korrekter Anwendung. Die Produkte sind nebenwirkungsfrei und auch für Schwangere und Kinder zertifiziert und zugelassen.

Jeff Wiltzius

Einkaufen ohne 2G-Regel: Österreich lockert Corona-Maßnahmen

07:49
12.02.2022
Österreich setzt die Lockerungen der Corona-Maßnahmen fort. Ab Samstag muss im Handel oder in Museen nur noch eine FFP2-Maske getragen werden. Die bisherige 2G-Regel fällt. Obendrein wird bei Veranstaltungen die Obergrenze für Besucher aufgegeben. Allerdings gelten in diesem Fall - wie zum Beispiel beim Besuch von Fußballspielen - die 2G-Regel und Maskenpflicht. Ab 19. Februar dürfen - abgesehen von Wien - überall nicht nur Geimpfte und Genesene, sondern auch negativ Getestete wieder ins Lokal.

Die 3G-Regel gilt dann auch im Tourismus. Die Impfquote in Österreich beträgt 69 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Lockerungsschritte werden mit der beherrschbaren Lage in den Kliniken begründet.

Jeff Wiltzius