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Maskenpflicht im Freien endet in Italien

06:32
11.02.2022
In Italien können die Menschen ab diesem Freitag draußen wieder freier durchatmen. Die Regierung des Landes mit rund 60 Millionen Einwohnern entschied unter der Woche, die Maskenpflicht zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus im Freien zu beenden. Draußen müssen die Leute eine Mund-Nasen-Bedeckung nur dann tragen, wenn es zu Menschenansammlungen kommt, wie aus der Anordnung hervorgeht. Bislang galt die Pflicht landesweit draußen wie drinnen, ungeachtet der Corona-Lage vor Ort. In Innenräumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss die Maske weiter aufgesetzt werden.

Ab Freitag öffnen in Italien auch die Diskotheken wieder. Für den Einlass gilt die 2G-Regel - man braucht also einen Genesungs- oder Impfnachweis. Die Tanzlokale waren im vergangen Jahr lange wegen der Pandemie zu und konnten zwischenzeitlich mit geringerer Auslastung öffnen. Nur die, die überlebt hätten, würden den Betrieb wieder aufnehmen, sagte Maurizio Pasca, Präsident des Unternehmerverbandes Silb, der auch die Disco-Besitzer vertritt, der Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag.

Italien-Urlauber aus EU-Ländern brauchen für die Einreise entweder einen negativen Corona-Test, einen Impfnachweis oder eine bescheinigte Genesung von Covid-19. An vielen beliebten Touristenorten wie Museen gilt allerdings die 2G-Regel, ebenso wie in Restaurants und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

In Italien ist noch der Notstand in Kraft. Er läuft am 31. März aus. Unklar ist allerdings, ob die Regierung ihn verlängern wird oder auslaufen lässt. Mit einem Ende könnten auch einige Corona-Beschränkungen ihre Gültigkeit verlieren. Lediglich die Corona-Impfpflicht für Menschen über 50 Jahre verabschiedete die Regierung bis Mitte Juni diesen Jahres.

Jeff Wiltzius

Corona-Proteste in Kanada beeinflussen Wirtschaft und Grenzverkehr

20:07
10.02.2022
Die Proteste gegen die Corona-Politik der kanadischen Regierung drohen weitreichende Konsequenzen für Wirtschaft und Grenzverkehr des Landes zu verursachen. Angesichts der am Donnerstag anhaltenden Blockade der wichtigen Brücke zwischen der Stadt Windsor und dem amerikanischen Detroit waren unter anderem die Autobauer Ford und Toyota gezwungen, ihre Produktionsstraßen teilweise zu stoppen.

Über die Ambassador Bridge, die die amerikanisch-kanadische Grenzregion verbindet, fließen 25 Prozent des gesamten Handels zwischen den beiden nordamerikanischen Ländern. „Jeden Tag, an dem dieser Übergang geschlossen ist, hat dies Auswirkungen auf die Volkswirtschaften in den Vereinigten Staaten und in Kanada in Höhe von 400 Millionen Dollar“, sagte der Bürgermeister von Windsor, Drew Dilkens, am Donnerstag. 400 Millionen kanadische Dollar entsprechen etwa 275 Millionen Euro. Dilkens kündigte an, eine einstweilige Verfügung zur Beseitigung der Blockade erwirken zu wollen.

Seit Tagen demonstrieren in Kanada Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen und Impfvorschriften. Mit Lastwagen und anderen Fahrzeugen blockierten sie unter anderem Teile der Innenstadt der Hauptstadt Ottawa. Gegenstand der Proteste waren zunächst Impfvorschriften für Lastwagenfahrer und danach die staatlichen Pandemiebeschränkungen insgesamt. Im Januar trat eine Verordnung in Kraft, nach der auch Lastwagenfahrer, die aus den USA zurückkehren, einen Impfnachweis vorlegen müssen. 

Teddy Jaans