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Südkorea verzeichnet Rekordhoch bei Neuinfektionen

10:08
25.01.2022
Angesichts der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 hat Südkorea den bisher stärksten Anstieg von Neuinfektionen an einem Tag seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, wurden am Montag 8.571 Fälle nachgewiesen. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf knapp 750.000. Es war das erste Mal, dass die Zahl der Neuinfektionen die Schwelle von 8.000 überschritten hat.

Omikron ist inzwischen auch in Südkorea zur vorherrschenden Variante geworden. Sie gilt zwar als hochansteckend, aber milder im Verlauf. Die Behörden befürchten, dass sich in der nächsten Woche das Infektionsgeschehen, über die Feiertage zum Mondneujahr, verschärfen könnte. Die Regierung hat die Menschen daher darum gebeten, von Reisen im Inland und Familienbesuchen abzusehen.

Mitte Januar hatte Südkorea stärkere Kontaktbeschränkungen beschlossen, die zunächst drei Wochen gelten sollen. Dazu gehören auch frühere Schließzeiten für Gastronomiebetriebe. Im internationalen Vergleich kam Südkorea bisher gut durch die Pandemie. Die Fallzahlen steigen jedoch schon seit einigen Tagen deutlich.

Jeff Wiltzius

Erstmals mehr als 30.000 Corona-Neuinfektionen in Tschechien gemeldet

09:24
25.01.2022
Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Tschechien weiter auf dem Vormarsch. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen stieg mit 30.350 Fällen innerhalb von 24 Stunden auf einen neuen Höchststand seit Beginn der Pandemie. Das teilte das Gesundheitsministeriums in Prag am Dienstag mit. Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten ging zuletzt wieder leicht zurück und lag bei 1.695. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 37.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

Die staatliche Gesundheitsbehörde SZU schätzt, dass rund 95 Prozent der neuen Fälle auf die Omikron-Variante zurückgehen. Omikron gilt als ansteckender als die bisher dominierende Delta-Variante. Zudem gibt es einen ersten definitiv nachgewiesenen Fall der Variante BA.2, die vor allem in Dänemark und Großbritannien im Aufwind ist. Wegen des großen Andrangs lag die Wartezeit auf einen PCR-Test mancherorts bereits bei drei Tagen.

Die Regierung in Prag hatte vor kurzem eine bereits beschlossene Impfpflicht für Senioren und bestimmte Berufsgruppen wieder kassiert. Das liberalkonservative Kabinett unter Petr Fiala stellte sich damit gegen einen Beschluss der Vorgängerregierung. In Tschechien haben nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC erst 31,9 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischimpfung erhalten (Deutschland: 47,2 Prozent).

Jeff Wiltzius