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Inzidenz in Rheinland-Pfalz weiter hoch

13:08
22.01.2022
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Rheinland-Pfalz hat den siebten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Am Samstag ermittelte das Landesuntersuchungsamt 634,7 Infektionen auf 100.000 Einwohner in einer Woche. Am Freitag waren es 623,7.

Die Gesundheitsämter des Landes erfassten 2402 Neuinfektionen binnen eines Tages (Stand 11.10 Uhr). Aktuell ist den Angaben zufolge bei 56 145 Menschen in Rheinland-Pfalz eine Corona-Infektion nachgewiesen - so viele waren noch nie zur gleichen Zeit infiziert. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle Ende Dezember 2020 waren es maximal 20.460.

Auch die in den vergangenen Wochen kaum veränderte Hospitalisierungsinzidenz - die Krankenhausaufnahmen einer Woche je 100.000 Einwohner - liegt inzwischen deutlich höher. Dieser Wert stieg von 4,96 am Freitag auf 5,17 am Samstag. Dies ist der höchste Wert seit der regelmäßigen Erfassung durch das Landesgesundheitsamt im September 2021. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle von Covid-19-Patienten blieb unverändert bei 4767.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz gab es am Samstag in der Landeshauptstadt Mainz mit 1090,6. Danach folgten die Stadt Kaiserslautern (1034,5), der Kreis Bad Kreuznach (955,5) und der Kreis Kaiserslautern (882,2). Am niedrigsten war die Inzidenz mit 285,2 im Kreis Südliche Weinstraße.

Tom Rüdell

Polen meldet neuen Höchststand

13:07
22.01.2022
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden kamen 40 876 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Samstag mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Im selben Zeitraum starben 193 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner.

In der vergangenen Woche war es im Streit um die Corona-Politik zu einem Eklat im medizinischen Beratergremium von Polens Regierung gekommen. Aus Protest gegen den zunehmenden Einfluss von Impfgegnern hatten 13 von 17 Mitgliedern den Medizinischen Rat verlassen. Ministerpräsident Mateusz Morawiecki kündigte am Freitag an, der Rat soll nun umgebildet werden. Künftig sollen ihm nicht nur Mediziner angehören.

Die Opposition wirft der nationalkonservativen PiS-Regierung schon länger vor, angesichts einer vergleichsweise geringen Impfquote drastische Maßnahmen zu vermeiden, um Impfgegner in den eigenen Reihen nicht zu verprellen. So fehlt beispielsweise weiterhin eine rechtliche Grundlage dafür, dass Betreiber von Restaurants, Hotels und Geschäften den Impfstatus ihrer Kunden abfragen können. Regelungen wie 2G (also Zugang nur für Geimpfte und Genesene) oder 3G (also auch für Getestete) sind in Polen unbekannt.

Tom Rüdell