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167 Corona-Fälle um den Mount Everest während zweiter Welle

04:18
09.06.2021
In Dörfern rund um den Mount Everest sind während der heftigen zweiten Welle 167 Corona-Fälle gemeldet worden. Dort leben hauptsächlich Menschen des Sherpa-Volksstamms. Viele von ihnen führen ausländische Bergsteiger auf den Everest oder andere Berge, tragen deren Gepäck oder kochen für sie während der Expedition. Seit die ersten von ihnen im April vom Everest-Basislager zurückgekehrt seien, habe es eine stetige Zunahme an Infektionen in Pasang Lhamu gegeben, sagte die Chefin der zuständigen Gesundheitsbehörde, Aarti Maya Tamang, der Deutschen Presse-Agentur. Die Kommune um den höchsten Berg der Welt zählt rund 9.000 Einwohner. Das Gebiet sei nur teils mit Autos erreichbar.

2020 hatte Nepal kurz vor Beginn der Everest-Hauptsaison im Frühling den Berg wegen der Corona-Pandemie für Besteigungen dicht gemacht. Diesen Frühling ließ die Regierung aber wieder ausländische Abenteurer rein - und stellte gar einer Rekordzahl von 408 von ihnen eine Genehmigung zur Besteigung für je 11.000 Dollar (rund 9.000 Euro) aus. Nepal gehört nach UN-Angaben zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt und braucht das Geld aus dem Ausland.

In den vergangenen Wochen hatten Bergsteiger und Behördenmitarbeiter auf dem Berg von mindestens hundert Corona-Fällen auf dem Everest berichtet. Das nepalesische Tourismusministerium bestritt allerdings einen größeren Corona-Ausbruch auf dem Everest. Die Frühlingssaison endete vergangene Woche. Dutzende Bergsteiger hatten ihre Expeditionen vor dem Start abgesagt oder abgebrochen. Der Mount Everest liegt auf der Grenze zwischen Nepal und China. Dieses Jahr hatte China keine Besteigungen zugelassen.

Nepal erlebt derzeit eine starke zweite Corona-Welle - wie kürzlich das Nachbarland Indien, mit dem Nepal eine 1770 Kilometer lange, relativ offene Grenze teilt.

Jeff Wiltzius

40 Neuinfektionen im Saarland registriert

06:36
09.06.2021
Im Saarland sind am Mittwoch binnen 24 Stunden 40 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das geht aus den Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Die Zahl der Menschen, die an oder mit dem Virus gestorben ist, lag unverändert bei 1014 Todesfällen. Seit Beginn der Pandemie sind im Saarland 41.097 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden.

Die Inzidenz, also die Zahl der Fälle pro 100.000 Einwohner an sieben aufeinanderfolgenden Tagen, betrug 22,8. Am höchsten war der Wert mit 27,3 im Landkreis Saarlouis, während er im Landkreis Merzig-Wadern bei 3,9 lag.

Auf den Intensivstationen saarländischer Krankenhäuser wurden laut Intensivregister 20 Covid-Patienten behandelt. Davon wurden 13 invasiv beatmet.

Sarah Cames