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Keine Corona-Impfung: «Steirerkrimi»-Engagement von Darstellerin ruht

17:42
06.06.2021
Das Drehbuch für den nächsten «Steirerkrimi» wird wegen einer fehlenden Corona-Impfung einer Schauspielerin überarbeitet. Darstellerin Eva Herzig, die in der Krimireihe die Rolle einer Expertin der Spurensicherung hat, will sich nach eigenen Angaben nicht gegen Covid-19 impfen lassen - das Engagement der 48-Jährigen wurde daraufhin ausgesetzt. Der Österreichische Rundfunk (ORF) teilte am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: «Der Produzent hat seine Kopartner ORF und ARD von seiner Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Eva Herzig zeitlich auszusetzen, informiert.» Die Krimis sind auch im Ersten zu sehen.

Vom ORF hieß es zudem: «Das Drehbuch für den Dreh ohne Frau Herzig wird derzeit überarbeitet. Ihre Rolle bleibt Eva Herzig aber grundsätzlich.» Man versuche nun gemeinsam, «sämtliche produktionsrelevanten Aspekte, persönlichen Rechte und Sorgfaltspflichten respektvoll in Einklang zu bringen».

Die Schauspielerin hatte sich im Mai zu dem Fall geäußert. Der «Bild am Sonntag» sagte Herzig nun: «Diese Impfung ist mir noch zu unerforscht.» Auf dpa-Anfrage betonte die Schauspielerin, wegen Berichten zu Nebenwirkungen und wegen möglicher Langzeitfolgen habe sie noch Zweifel zu Covid-Impfstoffen. «Deswegen ist das etwas, das ich mir nicht in meinen Körper injizieren lassen will.»

Die Produktionsfirma Allegro Film begründete in einer Stellungnahme die Entscheidung, das Engagement Herzigs auszusetzen, mit Sorgfaltspflicht. Die nächste «Steirerkrimi»-Produktion sei für den Herbst angesetzt. Es sei zu befürchten, dass die Infektionszahlen dann bei Nichtgeimpften ansteigen könnten.

(dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg weiter unter 30

17:41
06.06.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist nahezu unverändert geblieben. Am Sonntag lag sie landesweit bei 29,4 Fällen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, wie das Landesgesundheitsamt mitteilte. Am Samstag hatte der Wert bei 29,6 gelegen, am Freitag bei 31,5.

In 29 von 44 Stadt- und Landkreisen wurde der Wert von 35 unterschritten. In der am Donnerstag verkündeten neuen Corona-Verordnung ist das der Schwellenwert für weitere Lockerungen. Über 100 liegt gar keine Region mehr. Am niedrigsten liegt weiterhin Heidelberg mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 10,5, am höchsten der Landkreis Heidenheim mit 57,2.

Bis Sonntag starben nach Angaben des Landesgesundheitsamts 10 017 Menschen an einer Infektion mit Sars-CoV-2 oder im Zusammenhang damit. Seit Samstag kamen demnach keine neuen Todesfälle hinzu. Infiziert haben sich seit Beginn der Pandemie den Daten zufolge mindestens 495 697 Menschen (plus 118). Als genesen gelten einer Schätzung zufolge 474 688 Personen (plus 935).

Bislang wurden in Baden-Württemberg nach Angaben des Robert Koch-Instituts 43,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Als vollständig geimpft gelten 20,1 Prozent (Stand: 5.Juni).

17 Prozent der 2354 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

(dpa)

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