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Hunderte feiern in Tübingen - Polizei löst Ansammlung auf

11:13
05.06.2021
Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Tübingen eine Ansammlung von etwa 300 Menschen aufgelöst. Die Menschen tranken Alkohol und versetzten sich «mehr und mehr in Feierlaune», wie die Polizei am Samstag mitteilte. Als die Beamten die Gruppen aufforderten, nach Hause zu gehen, wurden sie den Angaben nach beschimpft. Bei der Räumung in der Nacht zum Samstag seien auch zwei Flaschen in Richtung der Einsatzkräfte geworfen worden. Beamte nahmen den mutmaßlichen Täter fest.

In der Nacht kam es auch zu mehreren Auseinandersetzungen. Dabei seien elf Menschen verletzt worden. Nach einer Schlägerei wollten Beamte einen Mann festnehmen. Daraufhin solidarisierten sich mehrere Menschen mit dem Verdächtigen und griffen die Beamten an. Dabei wurden den Angaben nach vier Polizisten leicht verletzt. Einer habe seinen Dienst nicht fortsetzen können, hieß es.

Auch in anderen Teilen der Stadt hatten sich zahlreiche Menschen versammelt. Am Holzmarkt trafen sich etwa 100 Menschen und tranken zum Teil Alkohol. Sie zeigten sich den Beamten zufolge aber einsichtig. An dem Platz in der Tübinger Altstadt waren am letzten Mai-Wochenende Zusammenkünfte junger Leute aufgelöst worden.

In den vergangenen Wochen war es in Baden-Württemberg immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen jungen Menschen und der Polizei gekommen. Größere Gruppen hatten etwa am Stuttgarter Schlossplatz oder auf der Heidelberger Neckarwiese randaliert. Dabei waren auch Polizisten verletzt worden, etwa durch Flaschenwürfe.

(dpa)

Hunderte Menschen verstoßen gegen Corona-Regeln in Ravensburg

09:32
05.06.2021
Hunderte Menschen haben in Ravensburg am Freitagabend gegen die Corona-Regeln verstoßen. Dabei sei es auch zu Randalen gekommen. Wie die Polizei am Samstag weiter mitteilte, hatten sich im Bereich der Veitsburg bis zu 400 Menschen getroffen. Sie hörten den Angaben nach lautstark Musik und tanzten. Anwohner hatten den Beamten zuvor am Freitagabend Ruhestörungen gemeldet.

Die Stimmung war laut Polizei aggressiv. Die Einsatzkräfte seien aus den Gruppen heraus massiv beleidigt worden. Den Feiernden wurde letztlich ein Aufenthaltsverbot erteilt. Als die Menschen die Burg oberhalb von Ravensburg verlassen hatten, kam es in der Innenstadt zu mehreren Zwischenfällen. Es seien eine Vielzahl von Mülltonnen und die Außenbestuhlung mehrere Gaststätten umgeworfen worden. Zudem stahlen Unbekannte die Kennzeichen eines Polizeiautos.

In den vergangenen Wochen war es in Baden-Württemberg immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen jungen Menschen und der Polizei gekommen. Größere Gruppen hatten etwa am Stuttgarter Schlossplatz oder auf der Heidelberger Neckarwiese randaliert. Dabei waren auch Polizisten verletzt worden, etwa durch Flaschenwürfe.

(dpa/lsw)

Putzen und Probe fahren - Freizeitparks bereiten Öffnungen vor

07:11
05.06.2021
Achterbahn-Fans sollen im Südwesten bald wieder ihrer Leidenschaft nachgehen können: Wenn die Corona-Zahlen in der jeweiligen Region es zulassen, sollen die Freizeitparks von Dienstag (8. Juni) an wieder öffnen dürfen - doch noch warten die Betreiber auf die endgültige Erlaubnis des Gesundheitsministeriums.

Zuvor will das Ministerium einen vor zwei Wochen im Europa-Park in Rust (Ortenaukreis) gestarteten Modellversuch auswerten. «Ein erster Zwischenbericht lässt hoffen, dass auch der Betrieb eines Freizeitparks unter Pandemiebedingungen funktioniert», hatte Amtschef Uwe Lahl erklärt. Erst nach dem Abschlussbericht will das Ministerium mitteilen, ob und unter welchen Bedingungen die Parks ihre Tore wieder aufmachen können.

In den Parks laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren: «Hier ist es gerade wie auf dem Großmarkt», sagte der Sprecher des Schwaben Parks in Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis), Marcel Bender. Ein Lastwagen nach dem anderen rolle auf das Gelände und bringe Waren wie Eis und Getränke. Techniker testeten die Achterbahnen, in der Gastronomie würden Abstände zwischen den Tischen ausgemessen. Letzte Hinweisschilder und Desinfektionsmittelspender seien verteilt worden. Das Ziel ist laut Bender, den Park am Dienstag zu öffnen.

Auch die Mitarbeiter im Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn (Landkreis Heilbronn) haben mit den Vorbereitungen für eine mögliche Öffnung begonnen. «Insbesondere die Wasserattraktionen brauchen einen deutlich Vorlauf, wenn man sie starten möchte», sagte Sprecher Birger Meierjohann. Es dauere rund eineinhalb Wochen, um beispielsweise das Becken für das «Waschzuber-Rafting» zu füllen. Bis Freitag (11. Juni) muss das Becken voll sein - dann sollen die ersten Gäste kommen.

Meierjohann ist optimistisch, dass der Zeitplan bis zur Öffnung eingehalten werden kann. «Wir waren schon im März startklar, weil wir gehofft hatten, am 27. März öffnen zu dürfen.» Die nun endlich geplante Eröffnung sei eine große Erleichterung. Dennoch sei es «bitter», dass die Besucher von Oster- und Pfingstferien fehlten.

Im Freizeitpark Traumland in Sonnenbühl (Landkreis Reutlingen) schoben viele Mitarbeiter laut der Geschäftsführerin Ines Ehe zuletzt Überstunden. Bis zur geplanten Eröffnung am Samstag (12. Juni) versucht Ehe, eine Corona-Teststation am Eingang einzurichten.

Im Schwaben Park sollen die Besucher mit sogenannten Lolli-Tests - Teststäbchen zum Lutschen - auf eine Corona-Infektion kontrolliert werden. Ob ein negativer Test Voraussetzung für eine wilde Fahrt in Achter- oder Wildwasserbahn wird, wissen die Parkbetreiber noch nicht. Sie hoffen, bald genaue Vorgaben zu bekommen.

Viele Freizeitpark-Fans scheinen die Wiedereröffnung sehnlichst herbeizusehnen. «Gerade am Wochenende und an Feiertagen mussten wir die Zufahrt zum Park sperren, weil täglich 50 bis 100 Autos kamen und zur Kasse fuhren», berichtet Bender vom Schwaben Park. Auch das Traumland erhält laut Ehe viele Anfragen: «Seit die Zoos aufgemacht haben und das Wetter besser ist, steht unser Telefon nicht still.» «Viele Menschen sind verwundert, dass der Europa-Park offen hat, aber wir noch nicht», sagt Meierjohann vom Erlebnispark Tripsdrill.

(dpa/lsw)

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