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DFB lädt 150 Mitarbeiter von Impfzentren zum Länderspiel ein

16:18
04.06.2021
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) lädt bei der EM-Generalprobe am Dienstag gegen Lettland 150 Beschäftigte von Impfzentren in die Düsseldorfer Arena ein. «Die Möglichkeit zu schaffen, Beschäftigten, die seit fast 100 Tagen mit der Bekämpfung des Coronavirus beauftragt sind und pro Öffnungstag bis zu 4500 Impfungen absolvieren, mit einem Besuch des Länderspiels eine kleine Geste des Dankes zu überreichen, finde ich großartig», sagte der Düsseldorfer Stadtdirektor und Krisenstabsleiter Burkhard Hintzsche.

Ein rund 8000 Quadratmeter großer Teil der Arena wird derzeit auf zwei Ebenen als Impfzentrum genutzt. Aus diesem Grund hatte es dieser Tage einen Termin zwischen dem Impfzentrum und dem DFB gegeben, um sich abzustimmen. Der Betrieb des Impfzentrums soll am Spieltag wie geplant weiterlaufen.

(dpa)

UEFA und britische Regierung beraten über Quarantäne-Lockerung zur EM

16:16
04.06.2021
Die europäische Fußball-Union UEFA führt mit der britischen Regierung nach Informationen der Nachrichtenagentur PA Gespräche über eine Lockerung der zur Zeit sehr strengen Quarantäne-Regeln während der Europameisterschaft. Derzeit müssen sich Ankommende aus den meisten europäischen Ländern nach der Ankunft in eine mindestens fünftägige Quarantäne begeben, bei Hochrisikogebieten sogar für zehn Tage im Hotel isolieren.

In der britischen Hauptstadt London finden zwischen dem 11. Juni und dem 11. Juli mehrere EM-Gruppenspiele, zwei Achtelfinals sowie die beiden Halbfinal-Partien und das Endspiel statt. Die UEFA will laut Turnierdirektor Martin Kallen bewirken, dass bei diesen Spielen im Wembley-Stadion Fans dabei sein können, ohne dass sie sich vorher einer langen Quarantäne unterziehen müssen.

Die britische Regierung hatte eigentlich geplant, am 21. Juni alle Corona-Maßnahmen aufzuheben. Wegen der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante ist aber derzeit noch unklar, ob es wirklich dazu kommt. «Wir schauen, wie sich die Situation entwickelt und was wir erreichen können», sagte Kallen PA. Dass das Wembley-Stadion gegen Ende des Turniers voll ausgelastet ist, glaubt er nicht. «Ein mögliches Szenario ist 50 Prozent.»

(dpa)

Zurück zur Schule: Sinkende Inzidenz und Impfungen machen es möglich

16:15
04.06.2021
Die coronabedingte Durststrecke für Hunderttausende Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg nähert sich angesichts sinkender Infektionszahlen dem Ende. Liegt die Inzidenz in den Stadt- und Landkreisen stabil unter 50 Infektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen, dürfen nach den Grundschulen auch die weiterführenden Schulen ihre Pforten nach den Pfingstferien an diesem Montag wieder für alle Kinder und Jugendlichen öffnen. Knapp die Hälfte der 44 Kreise im Südwesten liegt mindestens fünf Tage unter diesem Grenzwert.

Alle anderen Gymnasien, Real-, Werkreal-, Haupt-, Berufs- und Gemeinschaftsschulen müssen zunächst noch Wechselunterricht anbieten, also ein Mischung aus Präsenz und Home Schooling. In der neuen, am Freitagnachmittag notverkündeten Verordnung des Kultusministeriums wird aber festgelegt, dass weiterführende Schulen ab dem 21. Juni auch dann wieder in den Regelbetrieb gehen können, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz in ihrem Kreis unter 100 liegt. Derzeit liegen alle 44 Kreise unter der Inzidenz von 100, zwischen 50 und 100 lag nur noch ein Fünftel. Außerdem ist von Montag in Kreisen, die stabil unter einer Inzidenz von 35 liegen, wieder Sportunterricht jeglicher Art zulässig.

Seit Weihnachten waren vor allem Schülerinnen und Schüler der Unter- und Mittelstufe im Lockdown gewesen, während Abschlussklassen teilweise in Präsenz unterrichtet werden konnten. Das Absinken der Corona-Infektionszahlen macht jetzt eine Öffnung auf breiter Basis möglich. Zudem ist ein Großteil der Lehrkräfte mittlerweile geimpft. Im Südwesten gibt es rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 130 000 Lehrkräfte.

Für den Präsenzunterricht gilt folgende Regel: Erst wenn die Kreise fünf Tage unter dem Grenzwert 50 sind und das Gesundheitsamt dies festgestellt hat, können die Schulen vom übernächsten Tag an wieder in den Regelbetrieb übergehen.

Grundschulen und die Grundstufen der Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) sind schon wieder im Präsenzunterricht ohne Abstandsgebot, da alle Kreise im Südwesten stabil unter der Inzidenz von 100 liegen. Unabhängig von den Inzidenzen gilt aber weiter die Maskenpflicht. Wer mehr als drei Tage in Folge an der Schule ist, muss sich zweimal pro Woche testen lassen. Es ist eine indirekte Testpflicht.

Allerdings können Eltern von jüngeren und behinderten Kindern nun auch eine Eigenbescheinigung über einen negativen Corona-Schnelltest ausstellen. Es gibt ein Musterformular für Schülerinnen und Schüler der Grundschulen, der Grundstufen der SBBZ sowie für Kinder der Grundschulförderklassen und der Schulkindergärten.

Beim Sportunterricht gibt es in Kreisen unter einer Inzidenz von 35 nun auch deutliche Lockerungen. Über 35 bleibt es dabei, dass der Unterricht in Hallen ausschließlich kontaktarm sein darf. Das entfällt bei unter 35. Allerdings soll jede Klasse einen festen Bereich der Sportanlage allein nutzen.

(dpa/lsw)

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