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Kapitel

Donnerstag, 3. Juni

Weitere Erleichterungen für den Vereinssport im Land

17:08
03.06.2021
Die neue Corona-Verordnung erleichtert auch das Sporttreiben in Vereinen. Für Schüler ist die Vorlage eines von der Schule bescheinigten negativen Tests, der maximal 60 Stunden zurückliegt, künftig für den Zutritt zu allen zulässigen Angeboten ausreichend. Voraussetzung ist allerdings, dass die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der jeweiligen Region an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 35 bleibt. Eine entsprechende neue Verordnung, die von kommendem Montag (7. Juni) an gilt, beschloss die Landesregierung am Donnerstag.

Zuvor hatte der Landessportverband Baden-Württemberg (LSVBW) die Politik des Landes scharf kritisiert und sie zum Umdenken aufgefordert. Dass nun auch Kinder zwischen 6 und 14 Jahren für Sport im Freien einen tagesaktuellen Corona-Test benötigten, sei «nicht praxistauglich und damit für den Sport nicht akzeptabel», hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch. Diese Einschränkung hob die Landesregierung bei entsprechenden Bedingungen nun auf.

Der Sport habe in der Vergangenheit außerdem mehrfach gezeigt, dass seine Hygienekonzepte funktionierten und er kein Pandemietreiber sei, so der LSVBW. Zuvor hatten bereits die drei Fußballverbände des Landes das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration zu einem Umdenken aufgefordert.

«Der Sport ist ein elementarer Teil in der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern, umso weniger ist dieser Rückschritt bei den aktuell sinkenden Inzidenzen und steigenden Geimpften und Genesenen nachvollziehbar», sagte LSVBW-Präsidentin Elvira Menzer-Haasis.

«Der organisierte Vereinssport ist nunmehr auch außerhalb von Sportanlagen möglich, wenn die Personenobergrenzen der jeweiligen Öffnungsstufen eingehalten werden», hieß es in einer Mitteilung des Sozialministeriums. «Neben den Wettkampfveranstaltungen
des Profi- und Spitzensports sind nun auch solche im Bereich des Amateursports gestattet.» Ferner seien bei Sportveranstaltungen bei der neuen Inzidenzstufe 35, wenn diese in den jeweiligen Stadt- und Landkreisen auf fünf aneinanderfolgenden Tagen unterschritten wird, auch bis zu 750 Zuschauer zulässig.

(dpa/lsw)

RKI registriert 4640 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 34,1

16:47
03.06.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4640 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.37 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6313 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 34,1 an (Vortag: 36,8; Vorwoche: 41).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 166 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 269 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 692 468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 518 600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88 940 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 0,87 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 87 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

(dpa)

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