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Spahn dringt auf EU-Lösung für Impfstoff-Anerkennung bei Reisen

11:33
18.06.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn dringt auf eine zügige Verständigung für den Umgang mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen bei Reisen innerhalb der Europäischen Union. «Leider haben wir dazu noch keine EU-einheitliche Vorgehensweise», sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Dies sei ein Problem für einen Raum des freien Reisens. «Wenn wir es nicht schaffen, es jetzt zeitnah auf EU-Ebene zu lösen, werden wir für Deutschland eigene Definitionen vornehmen müssen, welche Impfstoffe wir als gleichwertig anerkennen.» Dabei gehe es neben dem Schutz vor Covid-19 um die Frage, wie sehr damit auch Infektionen reduziert würden.

Zu klären sei außerdem auch, inwiefern alle Mitgliedsstaaten davon ausgingen, dass man eine vollständige zweite Impfung haben soll und nicht nur eine erste. Zudem gehe es darum, wann Nachimpfungen nötig seien, damit ein Impfpass gültig bleibe, erläuterte Spahn. Für Menschen aus Staaten außerhalb der EU soll bei der Einreise nach Deutschland ab dem 25. Juni laut Bundesinnenministerium gelten, dass nicht alle weltweit verfügbaren Impfstoffe anerkannt werden.

Spahn hob erneut die zügige EU-weite Verständigung auf digitale Impfnachweise hervor. In Deutschland seien inzwischen 18,3 Millionen Zertifikate erstellt worden. Er betonte, das beim Ausstellen und auch beim Vorzeigen auf dem Smartphone jeweils die Identität kontrolliert werden müsse. Das gelte digital wie auch in der analogen Welt mit den weiterhin gültigen gelben Impfheften auf Papier. Wenn es hierbei Zweifel gebe, müsse dem nachgegangen werden.

(dpa)

Spanien will Maskenpflicht im Freien am 26. Juni aufheben

11:32
18.06.2021
In Spanien soll die Maskenpflicht im Freien am 26. Juni aufgehoben werden. Der entsprechende Beschluss solle am kommenden Donnerstag auf einer außerordentlichen Kabinettssitzung gebilligt werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag am Rande einer Veranstaltung in Barcelona an. «Das wird das letzte Wochenende sein, an dem man in Spanien im Freien Maske wird tragen müssen», sagte der sozialistische Politiker. Er sei froh, seinen gut 47 Millionen Landsleuten diese «wichtige Nachricht» übermitteln zu können.

Die strenge Maskenpflicht herrscht in Spanien seit Mai 2020. Nur in bestimmten Situation, etwa am Strand, beim Baden, beim Sport, im Restaurant oder im Café, darf man den Mund- und Nasenschutz abnehmen. Zuletzt waren aber die Stimmen nach einer Lockerung im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer lauter geworden. Regionalregierungen, Unternehmerverbände und vor allem Hoteliers und andere Vertreter der Reisebranche hatten immer energischer ein Ende der Maskenpflicht im Freien gefordert. «Solche Einschränkungen töten die Lust der Menschen, in den Urlaub zu fahren», hatte etwa der Präsident des spanischen Hotel- und Beherbergungsverbandes, Jorge Marichal, jüngst geklagt.

Die Corona-Zahlen gehen in Spanien seit Monaten fast kontinuierlich zurück. Zuletzt wurden landesweit 43 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Urlaubsregionen wie den Balearen mit Mallorca, der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen, sowie in Valencia derzeit sogar unter 20.

(dpa)

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