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Müller: 20 Millionen Euro für Corona-Impfstoffproduktion in Afrika

03:36
18.06.2021
Zum Abschluss seiner Westafrikareise hat Entwicklungsminister Gerd Müller dem Institut Pasteur im Senegal 20 Millionen Euro zur Produktion von Corona-Impfstoffen zugesagt. Das Geld solle bis April 2022 zur Verfügung gestellt werden, sagte der Minister am Donnerstag in der Hauptstadt Dakar. Der Betrag sei als «Initialzündung» für eine Impfstoffproduktion «für Afrika in Afrika» gemeint. Man hoffe, dass andere europäische Länder dem Beispiel folgen würden, hieß es.

Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (AU), der Africa CDC, erwartet, dass Afrika Impfstoffe schon Ende des Jahres selbst produzieren könnte, mit dem Institut Pasteur als einem der wichtigsten Labore auf dem Kontinent. Afrika befindet sich nach Angaben der Africa CDC mit 5,1 Millionen gemeldeten Fällen und 136 000 Toten mit dem Virus in der dritten Welle der Corona-Pandemie. Bislang ist laut der Weltgesundheitsorganisation erst ein Prozent der afrikanischen Bevölkerung von rund 1,3 Milliarden Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft worden.

Der Senegal ist der letzte Stopp von Müllers fünftägiger Reise, in dessen Zentrum der Kampf gegen die Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Krise stehen. Müller hatte zuvor Togo, Gambia und Sierra Leone besucht.

(dpa)

Kapitel

Donnerstag, 17. Juni

Grimme Online Award für einfallsreichen Lehrer im Lockdown

18:08
17.06.2021
Eine besonders kreative Antwort auf die Kontaktbeschränkungen der Corona-Pandemie ist am Donnerstagabend in Köln mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet worden. Björn Lengwenus, Leiter einer Schule in Hamburg-Dulsberg, ging während der Schulschließungen sechs Wochen lang mit der allabendlichen Youtube-Show «Dulsberg Late Night» auf Sendung. Aus der leeren Aula der Schule schaltete er Schüler zu, führte auch schon mal ein Tänzchen auf, schlüpfte in ein Osterhasen-Kostüm und stärkte so den Zusammenhalt im Lockdown.

Lengwenus hatte für seine Initiative bereits die Goldene Kamera erhalten. Jetzt bekam er auch noch den Grimme Online Award in der Kategorie «Kultur und Unterhaltung». Entertainer-Qualitäten würden Lehrerinnen und Lehrern auf jeden Fall zugutekommen, sagte Lengwenus bei der Preisverleihung, zugeschaltet aus Hamburg. «Die Schüler haben so wundervolle Beiträge geliefert», schwärmte er, «eigentlich haben die mich durch die Show getragen.» Er habe das Gefühl, dass die Corona-Zeit die Schule sehr gestärkt habe. «Es ist ganz wichtig, dass wir einen anderen Blick auf Schulen bekommen. Denn Schulen müssen einfach gute Orte sein.»

Der undotierte Grimme Online Award gilt als wichtigste deutsche Auszeichnung für herausragende Online-Publizistik und wird seit 2001 verliehen.

(dpa)

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