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Verdacht auf Delta-Variante in Waiblinger Kita bestätigt

16:02
17.06.2021
Der Verdacht eines Ausbruchs der als hoch ansteckend geltenden Delta-Variante des Coronavirus in einer Kindertageseinrichtung in Waiblingen (Rems-Murr-Kreis) hat sich bestätigt. Inzwischen sei in mindestens drei Fällen die Delta-Variante im Labor nachgewiesen worden, teilten das Landratsamt Rems-Murr-Kreis und die Stadt Waiblingen am Donnerstagabend mit. Nach dpa-Informationen sind zwei Kinder und eine Fachkraft betroffen.

Neben diesen drei Fällen gebe es vier weitere positive Corona-Tests, bei denen allerdings noch unklar sei, ob auch hier die Delta-Variante vorliege. Bei mindestens einem Fall bestehe aber ein konkreter Verdacht. Untersuchungen dazu laufen. Das Landesgesundheitsamt geht den Angaben zufolge «vorsorglich» davon aus, dass auch die übrigen positiven Fälle auf die zuerst in Indien entdeckte Variante zurückzuführen sind.

Nach einem ersten positiven Corona-Test im Kinderhaus Mitte waren vor rund eineinhalb Wochen zunächst zwei Kleinkindgruppen in Quarantäne geschickt worden. Am Dienstag wurde dann wegen weiterer positiver Corona-Fälle die ganze Einrichtung mit rund 150 Kindern sowie etwa 45 Betreuern geschlossen. Die allermeisten Kinder und Mitarbeiter befinden sich inzwischen in Quarantäne.

Angesichts der Dynamik hatten die Behörden nach dpa-Informationen für Donnerstag zu einer extra organisierten Massen-PCR-Testung im Garten der Kita aufgerufen. Die Kita soll bis auf weiteres erstmal dicht bleiben und nach jetzigem Stand frühestens am 29. Juni wieder öffnen.

(dpa)

Italien macht Weg für digitalen Corona-Pass frei

16:02
17.06.2021
Italien hat den Weg für das EU-weit gültige Corona-Zertifikat frei gemacht. Regierungschef Mario Draghi habe dazu eine Verordnung unterzeichnet, die festlege, wie die «Grünen Pässe» ab sofort ausgegeben werden, teilte die Regierung am Donnerstag mit. Der Pass erleichtere es den Menschen, an öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten teilzunehmen oder Altenheime zu betreten.

Die italienische Regierung setzte nach eigenen angaben die EU-Regeln für den «Grünen Pass» um. Damit sei garantiert, dass das Zertifikat in allen EU-Ländern genutzt werden könne und dass Reisende sich in der EU frei bewegen könnten. Menschen, die vollständig geimpft sind, eine Corona-Infektion überstanden haben oder negativ auf das Virus getestet wurden, können sich das Zertifikat herunterladen. Beim Reisen können so etwa Quarantänevorgaben umgangen werden.

Italienische Politiker diskutieren derzeit außerdem über ein Ende der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im öffentlichen Raum. Für Kontroversen sorgte auch der Plan Draghis, den Ausnahmezustand möglicherweise bis Ende des Jahres zu verlängern, wie Medien berichteten.

Die Pandemie-Lage in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern verbesserte sich zuletzt. Die Behörden meldeten tendenziell immer weniger tägliche Infektionen und Tote mit dem Virus. Im Großteil des Landes gelten die lockersten Corona-Regeln. Etwa die Hälfte der Bevölkerung wurde einmal geimpft.

(dpa)

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