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Wintersaison war fast Totalausfall für Orte in Baden-Württemberg

12:06
16.06.2021
Kein Wintersport, keine Kurgäste und keine Schneewanderer - wegen der Corona-Pandemie und der Auflagen war die Wintersaison in Baden-Württemberg fast ein Totalausfall. Das ist zwar keine Überraschung mehr, nun zeigen es die Erhebungen des Statistischen Landesamtes aber schwarz auf weiß. Demnach schließt die Saison nach vorläufigen Zahlen mit 1,5 Millionen Ankünften und 6,6 Millionen Übernachtungen zwischen November und April ab - das entspricht einem Minus von 77,7 Prozent bei den Anreisen und 60,6 Prozent bei den Übernachtungen im Vergleich zur vorherigen Saison. Auch sie war schon teilweise durch die Pandemie beeinträchtigt.

Noch deutlicher wird der Einbruch beim Vergleich mit dem letzten Winter «vor Corona» in der Saison 2018/2019: Damals lag die Zahl der Ankünfte um 83,8 Prozent über den am Mittwoch veröffentlichten Daten, die der Übernachtungen um 70,3 Prozent höher. Ein Tiefstand sei vor allem bei den Gästen aus dem Ausland erreicht worden, hieß es. In der abgelaufenen Wintersaison kamen demnach nur rund 130 000 Gäste aus dem Ausland (8,8 Prozent der Gesamtzahl) und buchten knapp 650 000 Übernachtungen (9,7 Prozent). Die meisten Touristen reisten aus Polen an und nicht wie sonst aus der Schweiz.

Bis zur Corona-Krise hatte die Südwest-Tourismusbranche mehrere Rekordjahre hintereinander verbucht. Die Zahlen kommen aber nicht überraschend, zumal Hotels und Pensionen in Baden-Württemberg im Winter pandemiebedingt weitgehend nur Besucher zu geschäftlichen und dienstlichen Zwecken empfangen durften. In die Statistik fließen Beherbergungsbetriebe mit zehn und mehr Schlafplätzen ein. In Baden-Württemberg hängen nach Angaben des Tourismusministeriums etwa 390 000 Arbeitsplätze von dieser Branche ab. Der Tourismus erwirtschaftete demnach bis zur Pandemie einen jährlichen Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro.

(dpa)

Biontech liefert nach «Übererfüllung» wieder wie vereinbart

12:05
16.06.2021
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland werden für Juli wie vorgesehen weniger Dosen des wichtigsten Herstellers Biontech erwartet als jetzt im Juni. Durch eine vorgezogene Lieferung habe Biontech ermöglicht, dass im zweiten Quartal und besonders im Juni deutlich mehr Dosen geliefert werden können als ursprünglich angenommen, erklärte das Bundesgesundheitsministerium am Mittwoch. Es sei immer klar gewesen, dass die Gesamtliefermenge dann im dritten Quartal auf 40,2 Millionen Dosen sinken würde. Im noch bis Ende Juni laufenden zweiten Quartal würden rund 50 Millionen Dosen erwartet.

Für Juli lägen vom Unternehmen bisher nur für die 1. Woche konkrete Prognosen vor. Nach der Gesamtmenge sei jedoch ein Durchschnitt von rund 3,3 Millionen Dosen pro Woche zu errechnen. Diese Zahlen seien auch den Ländern transparent mitgeteilt worden, erläuterte das Ministerium. Laut einer veröffentlichten neuen Übersicht werden in der Woche ab 5. Juli gut 3,2 Millionen Dosen von Biontech erwartet. In der laufenden Woche sind es demnach 4,6 Millionen Dosen. In den Wochen vom 21. und vom 28. Juni sollen je 5,7 Millionen Dosen kommen.

Biontech erklärte, man habe für das zweite Quartal den Vertrag übererfüllt. «Wir werden im Juni mehr Dosen liefern als ursprünglich vereinbart war, um die Impfkampagnen in Europa und damit auch in Deutschland zu unterstützen und zu beschleunigen», sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Im dritten Quartal und damit auch im Juli werde die Zahl der Dosen wie vertraglich vereinbart geliefert.

Der Lieferübersicht zufolge gibt es für Juli auch konkrete Zahlen für das Präparat von Moderna. Erwartet werden wöchentlich 733 200 Dosen und damit etwas mehr als im Wochenschnitt im Juni.

Der Hersteller Johnson & Johnson kann nach Angaben der EU-Kommission sein Lieferziel für Corona-Impfstoff bis Ende Juni nicht einhalten. Die den EU-Staaten zugesagte Menge von 55 Millionen Dosen im zweiten Quartal werde nicht erreicht, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Wie viel geliefert werde, könne er noch nicht sagen. Der Sprecher bekräftigte aber das Ziel, bis Ende Juli insgesamt genug Corona-Impfstoff verschiedener Hersteller zu haben, damit 70 Prozent der Erwachsenen in der EU geimpft werden können.

(dpa)

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