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Umfrage: Corona-Krise setzt mehr Verbraucher finanziell unter Druck

12:35
15.06.2021
Die Folgen der Corona-Pandemie bringen viele Verbraucher finanziell in Bedrängnis. Wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage der Wirtschaftsauskunftei Creditreform ergab, beklagen 39 Prozent coronabedingte Einkommenseinbußen. Hochgerechnet auf die Bevölkerung hatten der repräsentativen Erhebung zufolge 16,4 Millionen Haushalte weniger Geld zur Verfügung als zuvor. Das waren 1,7 Millionen Haushalte mehr als in der Herbst-Befragung (35 Prozent). Kurzarbeiter, Minijobber und Solo-Selbstständige sind besonders betroffen. 29 Prozent der Befragten gehen davon aus, in den kommenden zwölf Monaten gewisse Kosten nicht mehr tragen zu können, ob Stromrechnung oder Miete.

Nach Einschätzung von Creditreform führt die in vielen Haushalten angespannte Situation dazu, dass spätestens 2023 die privaten Überschuldungen deutlich ansteigen werden. Die gut 1000 Teilnehmer wurden Ende April befragt. Weil viele Haushalte in der Krise weniger Geld zur Verfügung haben und Zahlungsprobleme befürchten, wollen 57 Prozent die Ausgaben für Konsum und Lebenshaltung verringern. Vor allem bei Ausgaben für Freizeit und Urlaub wollen sie den Rotstift ansetzen. Auch für Bekleidung und Textilien für die eigene Wohnung wollen sie weniger Geld ausgeben als zuvor.

Viele Verbraucher, denen es relativ gut geht und die weniger Möglichkeiten zum Ausgeben hatten, legten dagegen in Pandemiezeiten Geld zur Seite. Der Anteil regelmäßiger Sparer stieg den Angaben zufolge auf den höchsten Stand seit Beginn der Umfragen im Jahr 2010. Je nach Einkommenssituation ist die Sparquote unterschiedlich: 20 Prozent der Geringverdiener sind regelmäßige Sparer, bei Gutverdienern liegt dieser Anteil bei gut 60 Prozent.

(dpa)

Wettbewerbshüter: Keine Corona-Tests für Firmen auf Staatskosten

12:21
15.06.2021
Die Wettbewerbszentrale geht gegen ein Testzentrum in Baden-Württemberg vor, deren Betreiber bei Unternehmen Werbung für Corona-Tests in Serie auf Staatskosten gemacht haben. Vor dem Landgericht Mannheim sei eine einstweilige Verfügung gegen dieses Vorgehen erwirkt worden, teilten die Bad Homburger Wettbewerbshüter am Dienstag mit.

Den Angaben zufolge nahm der Betreiber des Testzentrums in einer E-Mail an Unternehmen Bezug auf das verpflichtende Angebot von zwei Tests pro Woche für Arbeitnehmer und bot an, diese Tests kostenlos durch das Team des Testzentrums im jeweiligen Betrieb durchzuführen. «Die Finanzierung erfolgt durch die Bundesregierung», habe es in dem Schreiben geheißen.

«Ein solches Angebot verzerrt den Wettbewerb in zweifacher Hinsicht: Zum einen erschließen sich Testzentren in unlauterer Weise neue Kundenkreise, zum anderen ersparen sich Arbeitgeber, die auf derartige Angebote eingehen, im Vergleich zu ihren Mitbewerbern erhebliche Kosten für Schnelltests», erklärte Christiane Köber, Mitglied der Geschäftsführung der Wettbewerbszentrale.

Die Sars-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung verpflichtet Arbeitgeber, ihren Beschäftigten mindestens zweimal pro Woche einen Corona-Test anzubieten. Durchführen können diese auch Testzentren. Die Kosten jedoch muss nach geltender Rechtslage der Arbeitgeber tragen.

(dpa)

Rheinland-Pfalz schafft Maskenpflicht im Unterricht ab

12:18
15.06.2021
An allen Schulen in Rheinland-Pfalz wird ab kommendem Montag die Maskenpflicht im Unterricht aufgehoben. Das teilte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit.

Auf dem Weg zum Platz im Klassenzimmer solle die Schutzmaske weiter getragen werden, sagte Hubig. Die Regelung gelte solange, wie die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen unter einem Wert von 35 bleibe. Am Montag waren es landesweit 16,0.

(dpa)

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