Letztes Update:
20210602105312

Niedriger Corona-Inzidenzwert ermöglicht Lockerungen in Stuttgart

10:51
02.06.2021
Die Normalität kehrt schrittweise in die Landeshauptstadt zurück. Wie es aus dem Rathaus heißt, liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Stuttgart seit fünf Tagen in Folge unterhalb der Schwelle von 50. Somit könnten nun die coronabedingten Regeln von Donnerstag an teilweise gelockert werden. So sei etwa das Einkaufen im Einzelhandel wieder ohne Testpflicht möglich. Auch die Click-and-Meet-Regelungen gelten von Donnerstag an nicht mehr. Es gebe jedoch weiterhin eine Maskenpflicht in und vor den Geschäften und auf den Parkplätzen.

«Die Lockerungen erlauben Treffen im privaten oder öffentlichen Raum mit zehn Person aus bis zu drei Haushalten. Kinder der Haushalte bis einschließlich 13 Jahre werden nicht mitgezählt, auch nicht mitgezählt werden Geimpfte und Genesene mit entsprechenden Nachweisen», heißt es in einer Mitteilung der Stadt vom Mittwoch. Beispielsweise für Büchereien und Bibliotheken, zoologische und botanische Gärten, Galerien, Gedenkstätten und Museen entfalle die Anmeldepflicht sowie die Personenbeschränkung und die Maskenpflicht im Freien.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hatte für Stuttgart am Mittwoch eine Inzidenz von 43,2 gemeldet. Der Wert gibt an, wie viele Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen gemeldet wurden. Auch für Mannheim hatte das RKI eine Inzidenz von 38,9 gemeldet. Wie in der Landeshauptstadt liegt damit auch in einer der größten Städte im Südwesten dieser Wert am fünften Tag in Folge unter 50. Wie in Stuttgart sind auch in der Stadt an Rhein und Neckar von Donnerstag an Lockerungen nach der geltenden Corona-Verordnung des Landes geplant.

(dpa)

Spahn will sich frühzeitig auf mögliche vierte Welle vorbereiten

09:24
02.06.2021
Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bereitet sich im Gegensatz zum Vorjahr bereits jetzt auf eine mögliche weitere Welle mit rasant steigenden Corona-Infektionszahlen vor. In diesem Jahr wolle er schon früher Risiken besprechen und Strategien zur Vermeidung einer vierten Welle durchgehen. «Die Gespräche habe ich schon mit Experten und dem Robert Koch-Institut begonnen», sagte Spahn am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin».

Die Sensibilität dafür habe auch damit zu tun, dass sich die Lage im vergangenen Jahr nach einem Sommer mit niedrigen Inzidenzen im September und Oktober schlagartig verschlechtert habe. Insgesamt zeigte sich Spahn zufrieden mit der derzeitigen Situation: «Die Stimmung ist gerade zurecht gut, die Inzidenzen sind niedrig, die Impfzahlen sind hoch, aber wir sehen in Ländern wie dem Vereinigten Königreich: Es kann auch schnell wieder schief gehen.»

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist laut Robert Koch-Institut (RKI) den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Wert lag Angaben von Mittwochmorgen zufolge bei 36,8 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Mit einem erneuten exponentiellen Wachstum der Fallzahlen werde bei vorsichtigen Öffnungen zunächst nicht gerechnet, sagte RKI-Chef Lothar Wieler.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen