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Robert Koch-Institut forscht wieder zu Corona in Kupferzell

13:45
14.06.2021
Wissenschaftler des Robert Koch-Instituts (RKI) forschen erneut im ehemaligen Corona-Hotspot Kupferzell. Sie wollen unter anderem herausfinden, wie lange sich nach einer Sars-CoV-2-Infektion Antikörper nachweisen lassen, wie ein Sprecher des Instituts sagte. Auch das Blut von bereits Geimpften werde auf Antikörper untersucht.

Insgesamt 540 Menschen wurden nach Angaben des Sprechers zur Untersuchung eingeladen. Mehr als 400 hätten sich schon angemeldet. Bis zum 25. Juni werden sie nun in sogenannten Medibussen, einer Art mobiler Arztpraxis, untersucht. Dabei wird auch erfasst, welche Langzeitfolgen die Befragten nach einer Covid-19-Erkrankung bemerken. Zunächst hatte der SWR berichtet.

Das Team vom RKI ist bereits zum dritten Mal in der Gemeinde im Hohenlohekreis unterwegs. Die Folgeuntersuchung mit denselben Teilnehmern ermöglicht einen Vergleich der bisher gesammelten Daten. Sie ist Teil einer größeren Studie des RKI und soll gemeinsam mit Daten aus Berlin-Mitte und Bad Feilnbach in Bayern ausgewertet werden. Das RKI wird nach eigenen Angaben voraussichtlich am Ende des vierten Quartals dieses Jahres Ergebnisse veröffentlichen.

Kupferzell im Hohenlohekreis war im März vergangenen Jahres ein Corona-Hotspot. Nach einem Konzert war es zu mehr als 100 bekannten Infektionsfällen gekommen. Bei der anschließenden Studie «Corona Monitoring lokal» hatte das Team des RKI bei mehr als einem Viertel (28,2 Prozent) der Testpersonen in

(dpa/lsw)

Italien prüft Erhöhung der Zuschauer-Kapazität für EM-Viertelfinale

13:36
14.06.2021
Nach dem EM-Auftakt der italienischen Nationalelf vor knapp 16 000 Fans im Olympiastadion Rom erwägt Italiens Verband eine Erhöhung der Zuschauer-Kapazität für das Viertelfinale. «Wir arbeiten mit den anderen Verbänden zusammen, um zu prüfen, ob ab den Viertelfinals mehr Publikum möglich ist», sagte der Präsident des italienischen Fußball-Verbandes FIGC, Gabriele Gravina, am Montag im EM-Camp der Azzurri in Florenz. Beim 3:0 im EM-Eröffnungsspiel gegen die Türkei waren am Freitag 25 Prozent der Plätze im Stadion besetzt.

In Rom finden noch zwei weitere Gruppenspiele und ein Viertelfinale statt. Für die Gruppenspiele schloss Gravina eine Änderung der Zuschauer-Kapazitäten aus. Wie viele Fans im Viertelfinale in Rom möglicherweise dabei sein könnten, ließ der Funktionär offen.

Der FIGC-Chef kündigte gleichzeitig an, dass Italien eine Bewerbung für ein großes Fußball-Turnier wie die EM 2028 oder die WM 2030 anstrebt. «Italien braucht ein großes Event. Das hat es verdient und das fehlt seit vielen Jahren», sagte Gravina. «Das ist mein Ziel und daran arbeite ich seit einiger Zeit.» Italien richtet 2026 die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo aus, Rom hatte zuvor seine Kandidatur für die Sommerspiele 2024 zurückgezogen.

(dpa)

Studie: Corona-Impfstoff von Novavax schützt vor Covid-19

13:27
14.06.2021
Ein Impfstoff-Kandidat des US-Herstellers Novavax bietet nach Unternehmensangaben einen hohen Schutz vor Covid-19. Die Wirksamkeit des Impfstoffs NVX-CoV2373, der zweimal gespritzt werden muss, liege nach den Ergebnissen einer Phase-3-Studie bei 90,4 Prozent, teilte Novavax am Montag mit. Das bedeutet, dass bei den Probanden der geimpften Gruppe rund 90 Prozent weniger Erkrankungen auftraten als bei den Teilnehmern der Kontrollgruppe. Der Schutz vor mittelschweren und schweren Erkrankungsverläufen lag demnach sogar bei 100 Prozent.

Generell sei die Impfung gut vertragen worden, hieß es weiter. Teilnehmer berichteten demnach über zeitweilige Schmerzen an der Einstichstelle sowie Müdigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen. An der Studie hatten 29 960 Menschen ab 18 Jahren in den USA und Mexiko teilgenommen.

NVX-CoV2373 ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff - wie die Präparate von Biontech und Moderna - noch ein Vektor-Impfstoff wie der von Astrazeneca: Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

Die Entwicklung des Impfstoffs war von der US-Regierung finanziell stark gefördert worden. Im dritten Quartal des Jahres wolle man eine Zulassung beantragen, hieß es von Novavax. In der EU läuft seit Februar ein beschleunigtes Prüfverfahren. Dieser sogenannte Rolling-Review-Prozess wird so lange fortgesetzt, bis ausreichend Daten für einen formellen Zulassungsantrag vorhanden sind.

Bis Ende 2021 könnten rund 150 Millionen Dosen des Impfstoffes hergestellt werden, teilte Novavax mit. Da die USA allerdings bereits ausreichend Impfstoff zur Verfügung haben, wird erwartet, dass das Novavax-Präparat vorrangig anderswo eingesetzt werden wird.

(dpa)

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