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20210614073555

Neuer LKA-Chef sieht Corona-Masken nicht als Problem für Ermittler

07:34
14.06.2021
Der neue Chef des Landeskriminalamts (LKA) Baden-Württemberg, Andreas Stenger, sieht in den allgegenwärtigen Corona-Masken kein Hindernis für die Verbrechensbekämpfung. Es sei eigentlich kein Problem bei der Wiedererkennung, sagte Stenger der «Südwest Presse» und den «Badischen Neuesten Nachrichten» (Montag). «Wir setzen für Personenerkennung intelligente Technik ein. Gesichtserkennungssoftware ist in der Lage, allein über die Augenpartie Menschen zu identifizieren.»

Stenger ist seit Anfang Mai LKA-Präsident. Vorher war der 58-Jährige Polizeipräsident in Mannheim. In dem Interview sprach er sich angesichts neuer technischer Möglichkeiten für die Ermittler dafür aus, über eine Verlängerung der Verjährungsfristen für schwere Verbrechen wie Totschlag oder Vergewaltigung zu diskutieren. «Diese Debatte muss man führen», sagte Stenger in der «Südwest Presse». «Wir haben heute Ermittlungsinstrumente, die wir vor 20 Jahren nicht hatten.»

(dpa/lsw)

Lehrerverband gegen Ende der Maskenpflicht an Schulen

07:33
14.06.2021
Der Deutsche Lehrerverband ist gegen eine schnelle Aufhebung der Maskenpflicht an den Schulen. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Berlin, er rate insbesondere während des Unterrichts zu «größtmöglicher Vorsicht». «Das Virus ist ja noch nicht von der Bildfläche verschwunden.» Maskenpflicht und auch regelmäßige Tests sollten im auslaufenden Schuljahr bleiben. Wegen der stark gesunkenen Corona-Zahlen wird in Deutschland verstärkt über die Maskenpflicht diskutiert, insbesondere auch an Schulen.

Meidinger sagte, alle freuten sich sehr über die fallenden Inzidenzen und die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Es gebe aber noch immer erhöhte Infektionszahlen in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen, die bisher kaum geimpft seien. «Auch rund 50 Prozent aller Lehrkräfte verfügen noch nicht über einen vollständigen Impfschutz.» Zudem sei die Gefahr einer vierten Welle wegen der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante des Virus auch für Deutschland nicht völlig auszuschließen.

«Es ist zwar richtig, dass Masken eine Belastung für die Betroffenen sind, sowohl für Lehrkräfte als auch für Schüler, aber in der Gesamtabwägung warnen wir vor einer vorschnellen Abschaffung», sagte der Präsident des Lehrerverbands. Zuvor hatte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) die Länder aufgerufen, die Maskenpflicht zu prüfen. Besonders für Schüler, die den Schutz vor Mund und Nase stundenlang im Unterricht tragen müssten, sei dies eine Belastung.

(dpa)

Berichte: London will Corona-Maßnahmen wegen Variante verlängern

07:33
14.06.2021
Der britische Premierminister Boris Johnson will Medienberichten zufolge die Corona-Maßnahmen in England wegen der Ausbreitung der zunächst in Indien entdeckten Delta-Variante verlängern. Der bislang für den 21. Juni geplante «Tag der Freiheit» solle um bis zu vier Wochen aufgeschoben werden, meldeten verschiedene britische Medien am Montag. Mit einer offiziellen Ankündigung des Regierungschefs wurde am Abend gerechnet.

Geplant war bislang, dass am Montag nächster Woche alle noch geltenden Kontaktbeschränkungen aufgehoben werden. Geschäfte und Gastronomie haben bereits seit Wochen wieder geöffnet. Die anderen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Corona-Regeln, die sich jedoch nur geringfügig von denen in England unterscheiden.

Obwohl die britische Impfkampagne weit vorangeschritten ist und bereits mehr als 56 Prozent der Erwachsenen voll geimpft sind, hat die Delta-Variante die Infektionszahlen im Land wieder in die Höhe schnellen lassen. Nachdem wochenlang nur sehr wenig Neuinfektionen gezählt wurden, liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz nun wieder bei knapp 65. Der Wert spiegelt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche wieder.

(dpa)

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