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Lindau mit höchster Inzidenz - Infektionen in Flüchtlingsheimen

13:18
12.06.2021
Der Landkreis Lindau bereitet Sorgen: Laut Robert Koch-Institut (RKI) war er deutschlandweit der Ort mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz. Am Samstag lag der Wert bei 75,6 Fällen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Der Landkreis am Bodensee hatte mitgeteilt, dass es kein «diffuses» Infektionsgeschehen gebe. «Es beschränkt sich auf wenige bekannte Ausbruchsherde in Familienverbänden und (sieben) Asylbewerberunterkünfte», hieß es am Freitag in einer Mitteilung. Auch an Schulen habe es Infektionen gegeben - «hierbei handelt es sich aber um Einzelfälle, die frühzeitig isoliert werden konnten». Somit gebe es quasi «kaum ein Ausbruchsgeschehen» an Schulen. Auch der zweite deutschlandweite «Hotspot» liegt mit der Stadt Schweinfurt derzeit in Bayern.

(dpa)

Spahn zieht Corona-Lehre: Abhängigkeit von China verringern

08:48
12.06.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn fordert als Lehre aus der Corona-Pandemie, eine zu große Abhängigkeit von China zu verringern. Die Europäische Union müsse zudem souveräner werden und dürfe auch nicht auf Digitalkonzerne und die in dieser Branche entstehenden neuen Monopole angewiesen sein, sagte der CDU-Politiker am Samstag beim «Tag des deutschen Familienunternehmens» in Berlin.

«Und das gilt noch viel mehr mit Blick auf China. Also wenn wir eines wirklich schmerzhaft erlebt haben in dieser Pandemie (...), dann die viel zu große Abhängigkeit von China», sagte Spahn. «Wir sind zu abhängig von China als Hersteller bestimmter Produkte, die für uns lebensnotwendig sind, im wahrsten Sinne des Wortes: Wirkstoffe für Medikamente», sagte er. «Aber wir sind auch zu abhängig von China als Absatzmarkt, und das ist eine sehr viel schmerzhaftere Debatte fast noch. Wenn in China keine Autos gekauft werden, stehen in Wolfsburg die Bänder still.»

Spahn forderte, neu über die Rolle des Staates in der Wirtschaft und insgesamt diskutieren. «Ich meine jetzt nicht einen starken Staat im Sinne von Bürokratie, wer verteilt am besten um, und irgendwie noch Kassenbonpflicht, sondern ich meine einen starken Staat als dienenden Staat, als beschützenden Staat, nicht als beschränkenden, besserwisserischen Staat.» Er verglich das Gesundheitssystem mit der Rolle, die der Staat in der inneren Sicherheit habe.

(dpa)

Bericht: Land bekommt wohl mehr Impfstoff

07:51
12.06.2021
Baden-Württemberg soll laut «Stuttgarter Nachrichten» (Samstag) kurzfristig mehr Impfstoff bekommen. Da Ärzte in Bayern und Baden-Württemberg in den beiden Wochen nach Pfingsten weniger Impfstoff des Herstellers Biontech bestellt hätten, als nach dem Bevölkerungsschlüssel möglich gewesen wäre, bekommen beide Länder nun in der Woche ab dem 28. Juni einen Ausgleich, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Quellen aus dem Bundesgesundheitsministerium. In Baden-Württemberg gehe es um 52 600 zusätzliche Dosen.

(dpa/lsw)

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