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Fast jeder Vierte zweimal geimpft

14:59
11.06.2021
Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich zusehends: Bis Freitag meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 2440 Corona-Neuinfektionen, wie aus dem RKI-Dashboard von Freitagmorgen hervorgeht. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3165 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitag mit bundesweit 18,6 an, vor einer Woche hatte sie bei rund 30 gelegen. Deutschlandweit wurden demnach binnen 24 Stunden 102 neue Todesfälle verzeichnet.

Inzwischen ist in Deutschland rund jeder vierte Mensch - nach Meldestand vom Freitag 24,8 Prozent - vollständig gegen das Coronavirus geimpft, insgesamt knapp 21 Millionen Menschen. 47,5 Prozent (39,5 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfung erhalten.

Der Bundestag stimmte am Freitag für eine Verlängerung der Pandemie-Notlage nationaler Tragweite. Die festgestellte Lage gibt dem Bund bis maximal September das Recht, direkt ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen, zum Arbeitsschutz oder zur Einreise.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) erläuterte am Freitag ihren Beschluss vom Vortag, zunächst keine generelle Corona-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige auszusprechen, sondern nur für Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Dies betrifft nach Angaben des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland etwa elf Prozent dieser Altersgruppe, rund 450 000 Menschen.

Stiko-Mitglied Fred Zepp sagte am Freitag, die Empfehlung könne angepasst werden, sofern sich die Datenlage ändere. «Wenn wir in ein oder zwei Monaten erweiterte Erkenntnis haben, dann haben wir immer noch großen Spielraum bis zum Schulbeginn, darüber erneut zu beraten und das eventuell anzupassen», betonte der ehemalige Direktor des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz, bei einer virtuellen Pressekonferenz.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie bis Freitag 3 711 569 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. 89 687 Menschen sind demnach an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Corona-Infektion gestorben.

(dpa)

Impfnachweise in BaWü noch nicht überall verfügbar

14:54
11.06.2021
Zum Start der Ausgabe von Corona-Impfnachweisen am kommenden Montag werden diese noch nicht überall im Südwesten verfügbar sein. Die allermeisten Apotheken im Land hätten ein großes Interesse, die Impfnachweise anzubieten, sagte ein Sprecher des Landesapothekerverbands Baden-Württemberg am Freitag. Doch aus technischen und organisatorischen Gründen seien diese am Montag voraussichtlich noch nicht überall erhältlich. Etwa jede zweite bis dritte Apotheke im Land biete dieses Angebot bereits am Montag an.

Der Sprecher gab zu bedenken, dass es nur wenige Tage zur Vorbereitung der technisch anspruchsvollen Ausstellung der Impfnachweise gegeben habe. Dies sei mit ein Grund, weshalb zunächst noch nicht alle Apotheken direkt am Montag dabei sein werden. Zudem bat der Sprecher darum, dass noch nicht jeder am Montag in die Apotheke kommen soll, um sich einen Nachweis ausstellen zu lassen. «Da wir uns noch immer in einer Pandemie befinden, ist weiter Rücksichtnahme und Geduld gefragt.»

Die Impfzentren des Landes sind nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums dagegen alle für die Ausgabe von Impfnachweisen ab Montag vorbereitet. Dort sollen nach der vollständigen Corona-Impfung künftig alle Geimpften einen Nachweis erhalten. Wer bereits zuvor in einem Impfzentrum geimpft wurde, erhält diesen Nachweis demnach per Post. Dies werde über einen Dienstleister durch das Land abgewickelt, hieß es. Aufgrund der Datenmengen werde der Versand mindestens drei bis vier Wochen dauern.

Grundsätzlich sei es auch für Menschen, die in einem Impfzentren geimpft wurden, möglich, sich in einer Apotheke einen Impfnachweis ausstellen zu lassen, teilte der Ministeriumssprecher mit. Es bestehe aber keinerlei Dringlichkeit, da der gelbe Impfpass weiter uneingeschränkt gelte. Zudem werde der Impfnachweis durch das Land auch unabhängig davon versandt.

(dpa/lsw)

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