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«Wir sind auf alles vorbereitet» - Badesaison an Seen im Land beginnt

10:59
11.06.2021
Mit dem schönen Wetter am Wochenende beginnt auch die Badesaison an den Seen im Land. Im vergangenen Jahr hatten teils so viele Badegäste in Seen Abkühlung gesucht, dass es zu Verkehrschaos gekommen war. «Wir sind auf alles vorbereitet, wenn zu viele kommen», sagte Andreas Schaffer, parteiloser Bürgermeister von Plüderhausen nahe Stuttgart. Dort lockt ein Natursee Badefreunde an.

Im vergangenen Jahr sei der See im Rems-Murr-Kreis von Gästen aus Stuttgart und Ludwigsburg überrannt worden, sagte Schaffer. Es habe Verkehrsprobleme gegeben, die schließlich die Polizei geregelt habe. Solche Zustände befürchtet er an diesem Wochenende noch nicht. Im Ernstfall werde der Parkplatz gesperrt. Samstag und Sonntag sei ein ehrenamtlicher Ordner am See unterwegs und prüfe, ob die Abstände von 1,5 Metern sowie am Kiosk und an den Toiletten die Maskenpflicht eingehalten werden.

Beim Badesee in Heddesheim (Rhein-Neckar-Kreis) sind durch den Online-Ticketverkauf Unwägbarkeiten und womöglich infektionsträchtige Warteschlangen ausgeschlossen. Täglich werden dort 500 Tickets übers Internet verkauft, hinzu kommen zahlreiche Saisonkarten. Wo sich vor Corona über 10 000 Badegäste gleichzeitig tummelten, dürfen es heute nur 3500 sein; denn für jeden Gast sind zehn Quadratmeter Fläche vorgesehen, wie Hauptamtsleiter Julien Christof erläuterte.

Der Breitenauer See bei Heilbronn war im Juli vergangenen Jahres nach enormem Besucherandrang mit zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Regeln gesperrt worden. Bade- und Wassersport waren verboten und die Liegewiesen gesperrt. Wegen einer gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsüberprüfung ist Ende vergangenen Jahres das Wasser aus dem zum Hochwasserschutz angelegten Becken abgelassen worden. Auch im kommenden Jahr ist infolge der Sanierungsarbeiten kaum mit einer Badesaison zu rechnen.

(dpa/lsw)

Berichte: Länder schickten Millionen Masken wegen Mängeln zurück

10:43
11.06.2021
Die Bundesländer haben Medienberichten zufolge Millionen minderwertige Masken aus dem Verkehr gezogen, die ihnen der Bund im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt hatte. Der NDR berichtete am Freitag nach einer Umfrage in den Ländern, dass zum Beispiel allein Schleswig-Holstein vier Millionen Schutzmasken zurückgeschickt habe, die der Bund von Mai bis August 2020 geliefert habe. Sie hätten die FFP2-Norm nicht erfüllt, habe das Sozialministerium in Kiel auf Anfrage des Senders mitgeteilt.

Niedersachsen will dem Bericht zufolge jetzt ebenfalls vier Millionen Masken an den Bund zurückgeben. Denn im Rahmen einer Überprüfung hätten Zweifel an deren Verkehrsfähigkeit nicht abschließend ausgeräumt werden können, habe das dortige Gesundheitsministerium erklärt. In Rheinland-Pfalz lagern laut dem zuständigen Landesamt «mehr als eine Million nicht verkehrsfähige FFP2 und FFP2-analoge Masken des Bundes», wie der NDR berichtet. Auch andere Bundesländer waren demnach betroffen.

Das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» berichtete am Freitag nach einer Umfrage in den Ländern ebenfalls von Millionen zurückgeschickter Masken. So habe nach Tests Baden-Württemberg 4,6 Millionen aus dem Verkehr gezogen und Bayern 72 000 gesperrt.

Das Bundesgesundheitsministerium ließ laut NDR Fragen zur gesamten Zahl der von den Ländern zurückgeschickten Masken unbeantwortet. Es habe aber mitgeteilt, dass alle Schutzmasken, die vom Bundesministerium während der Pandemie beschafft wurden, «in einem standardisierten zweistufigen Verfahren qualitätsgeprüft» worden seien, «um ihre Eignung als Infektionsschutz im Gesundheitssektor sicherzustellen».

Das Gesundheitsministerium stand zuletzt wegen Schutzmasken ohnehin in der Kritik. Hintergrund der Debatte war ein «Spiegel»-Bericht über den Umgang mit in China bestellten Corona-Masken. Nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums sollten demnach Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, unter anderem an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung gehen. Am Donnerstag monierte der Bundesrechnungshof zudem überhöhte Erstattungspreise bei der Massenverteilung von Schutzmasken im Winter.

(dpa)

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