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Fast 1,3 Millionen Corona-Impfungen an einem Tag

10:19
10.06.2021
In Deutschland sind innerhalb eines Tages fast 1,3 Millionen Impfungen gegen das Coronavirus vorgenommen worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag (Stand: 11.05 Uhr) wurden am Mittwoch 1 280 338 Impfdosen gespritzt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb auf Twitter, am Mittwoch hätten 1,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland eine Erst- oder Zweitimpfung erhalten. 47,0 Prozent (39,1 Millionen Menschen) sind nun laut RKI mindestens einmal gegen Corona geimpft, 23,9 Prozent (19,9 Millionen) bereits vollständig geimpft. Insgesamt wurden laut RKI bislang 57,9 Millionen Impfdosen verabreicht.

Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an Menschen, die mindestens einmal geimpft sind, verzeichnet Bremen mit 51,2 Prozent. Sachsen bleibt mit 42,1 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück. Das Saarland liegt bei der Berücksichtigung aller verabreichten Impfdosen beim Tempo an der Spitze, während die Kampagne dem RKI zufolge in Hamburg am langsamsten läuft. Hamburg gehört aber auch zu den Ländern, die bislang die wenigsten Impfdosen erhalten haben.

Impfwillige können sich seit Montag unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig stiegen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Die Impfkampagne in Deutschland hat Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

(dpa)

WHO Europa mit Corona-Warnung vor Fußball-EM und Urlaubssaison

10:18
10.06.2021
Vor der Fußball-Europameisterschaft und der anstehenden Urlaubssaison warnt die Weltgesundheitsorganisation WHO vor Nachlässigkeit im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. «Wir sind keineswegs außer Gefahr», sagte der Leiter des WHO-Regionalbüros Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher Zusammenkünfte, größerer Mobilität sowie großen Festivals und Sportturnieren in den kommenden Tagen und Wochen mahne die WHO Europa zur Vorsicht.

Letztlich müsse man aus den Erfahrungen des vergangenen Sommers lernen, sagte Kluge. Damals seien die Fallzahlen erst in jüngeren Altersgruppen gestiegen, dann hätten sie sich auf Ältere ausgebreitet, was im Herbst und Winter zu einem verheerenden Wiedererstarken des Virus, zu Lockdowns und Todesfällen beigetragen habe. «Lassen Sie uns diesen Fehler nicht noch einmal machen.»

Gleichzeitig wies Kluge auch auf positive Entwicklungen hin. Seit zwei Monaten sehe man einen Rückgang bei den Neuinfektionen, Krankenhauseinweisungen und Todesfällen. In der vergangenen Woche seien in der WHO-Region Europa 368 000 neue Corona-Fälle gemeldet worden - dies sei ein Fünftel der wöchentlichen Fälle während des jüngsten europäischen Höchstwertes im April. Erstmals seit Herbst 2020 sei die Zahl der mit Corona-Infektionen in Verbindung stehenden Todesfälle vergangene Woche auf unter 10 000 gefallen.

Gemeinsam mit dem UN-Hilfswerk Unicef ruft die WHO Europa nun eine Kampagne ins Leben, mit der alle Bürger zur Vorsicht und Minimierung von Risiken im Sommer aufgerufen werden. Wenn man seine Reise verschieben könne, dann sei dies an dieser Stelle der richtige Schritt. «Wenn Sie sich entschließen, zu reisen, dann tun Sie das verantwortungsbewusst. Seien Sie sich der Risiken bewusst», mahnte Kluge an.

Zugleich forderte er, dass die Impfkampagnen im Sommer mit viel höherem Tempo vorangehen müssten. Bislang hätten 30 Prozent der Menschen in den 53 Ländern der WHO-Region Europa ihre erste Impfdosis erhalten, 17 Prozent seien fertiggeimpft. «Obwohl wir weit gekommen sind, sind wir noch nicht weit genug gekommen.» Der bisherige Impfschutz in der Bevölkerung sei noch lange nicht ausreichend, um die Region vor einem Wiedererstarken des Coronavirus zu schützen.

(dpa)

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