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20210610080156

Corona-Einschränkungen belasten Inlandstourismus weiter stark

07:21
10.06.2021
Die Corona-Einschränkungen haben den Inlandstourismus in Deutschland auch im April ausgebremst. Die Zahl der Gästeübernachtungen war mit 8,5 Millionen zwar fast doppelt so hoch (plus 94,9 Prozent) wie in dem von der Corona-Krise stark beeinträchtigten Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Gegenüber April 2019 wurde aber nur gut ein Fünftel der Übernachtungen gezählt (minus 79,0 Prozent).

Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Inland stieg im Vergleich zum Krisenmonat April 2020 um 98,4 Prozent auf 7,6 Millionen. Reisende aus dem Ausland standen für 0,9 Millionen Übernachtungen (plus 69,1 Prozent).

Die Corona-Krise hatte Deutschland im Frühjahr 2020 erfasst. Ein Beherbergungsverbot für privatreisende Gäste ließ die Übernachtungszahlen abstürzen. Hotels, Pensionen oder Gasthöfe durften nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Touristische Übernachtungen waren auch im April 2021 verboten. Das Verbot wurde allerdings abhängig von der Pandemiesituation vor Ort regional teilweise gelockert.

Für viele Betriebe lohnte sich der Aufwand einer Eröffnung im April aber offenbar nicht: Von den etwa 52 000 in der Statistik erfassten Beherbergungsbetrieben hatten nach Angaben des Bundesamtes nur 30 872 geöffnet.

(dpa)

Weil spricht sich für einheitliche Regeln für Großveranstaltungen aus

07:19
10.06.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich den Forderungen nach bundesweit einheitlichen Regeln für Großveranstaltungen angeschlossen. Einheitliche Maßstäbe seien sinnvoll, weil Großveranstaltungen wie Spiele der Fußballbundesliga oder Konzerttourneen oft das gleiche Format hätten, sagte Weil am Donnerstag im ARD-«Morgenmagazin». «Grundsätzlich tasten wir uns ja derzeit heran. Man sieht das ja ganz deutlich zum Beispiel bei der Fußball-Europameisterschaft.»

Entscheidend seien die Kapazitätsbegrenzung im Verhältnis zur Größe der Veranstaltungen, klare Hygienekonzepte mit ausreichendem Abstand und weiterhin das Impfen und Testen. Dann seien größere Formate langsam, aber sicher wieder realisierbar.

Am Donnerstag beraten die Regierungschefs der Länder laut ihrem derzeitigen Vorsitzenden Michael Müller (SPD) unter anderem über Corona-Regelungen für Großveranstaltungen. Weil sagte, er würde sich über eine Entscheidung zum Thema freuen, «aber es muss auch nicht sein». Es sei auch möglich, dass man sich auf «einige Leitplanken» verständige.

Mit Blick auf das sich entspannende Infektionsgeschehen appellierte Weil an die Menschen, noch einige Zeit durchzuhalten und warnte vor Leichtsinn. «Wir sind eben tatsächlich derzeit noch auf relativ schwankendem Boden unterwegs. Es gibt keine so richtig pandemiefreie Zone in Deutschland», mahnte er. Er habe das Gefühl, man stehe kurz vor dem Ziel – «da sollte man keine Fehler mehr machen».

(dpa)

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