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Biontech/Pfizer kann Impfstoff-Produktion in Belgien hochfahren

18:09
01.06.2021
Biontech/Pfizer kann in seinem Werk im belgischen Puurs die Produktion von Corona-Impfstoff weiter hochfahren. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA empfahl am Dienstag, dort weitere Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten zu genehmigen. Dies werde «erhebliche und sofortige Auswirkungen auf die Versorgung» mit dem Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und deren US-Partner Pfizer in der EU haben, erklärte die EMA.

Biontech/Pfizer bestätigte auf Anfrage, man sei dabei, die Impfstoffkapazität auszuweiten. Die EMA-Empfehlung werde die Bemühungen unterstützen, im laufenden Jahr mehr als 2,5 Milliarden Dosen Impfstoff auszuliefern und im nächsten Jahr möglicherweise noch mehr.

Die EMA stellte bei ihrer Prüfung fest, dass die Fabrik in Puurs durchgängig Impfstoffe hoher Qualität produzieren könne. Dies ermögliche es Biontech/Pfizer, die Mengen der dort hergestellten Impfstoffe zu steigern. EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides begrüßte dies auf Twitter: «Das ist ein sehr willkommener Schritt hin zur Erhöhung unserer Produktionskapazität in der Europäischen Union und zur schnelleren Lieferung von Impfstoffen in alle Welt.»

(dpa)

Internationale Organisationen fordern Milliarden für Corona-Kampf

17:12
01.06.2021
Die Chefs von vier internationalen Organisationen fordern, dass reiche Länder rasch Milliardenbeträge für den Kampf gegen die Corona-Pandemie locker machen. Insgesamt seien 50 Milliarden US-Dollar (41 Milliarden Euro) nötig, um ärmere Länder endlich mit Covid-19-Impfstoffen zu versorgen, schrieben die Leiterinnen und Leiter der Weltbank, des Internationalen Währungsfonds (IWF), der Welthandelsorganisation (WTO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag in einem offenen Brief. Das Geld solle auch für Virustests und andere medizinische Produkte verwendet werden.

Die Forderungen wurden vor einem Finanzminister-Treffen der G7 in dieser Woche und vor dem Gipfeltreffen der Industriestaatengruppe veröffentlicht, das Ende kommender Woche im englischen Cornwall stattfinden soll.

«Die Investition von 50 Milliarden US-Dollar könnte die beste Möglichkeit sein, wie wir öffentliche Mittel in unserer Zeit einsetzen können», schrieben David Malpass von der Weltbank, Kristalina Georgiewa vom IWF, Ngozi Okonjo-Iweala von der WTO und Tedros Adhanom Ghebreyesus von der WHO. Eine Unterversorgung ärmerer Länder würde die Entstehung und globale Ausbreitung neuer Corona-Varianten begünstigen, warnten sie.

Die vier forderten sofortige Finanzierungsschritte sowie Spenden von Impfdosen. Außerdem seien Investitionen nötig, um die Produktion von Impfstoffen in einer größeren Zahl von Ländern aufzubauen.

(dpa)

Curevac sammelt weiter Daten für Zulassung

17:03
01.06.2021
Während seit Monaten Impfstoffe der Konkurrenz verabreicht werden, werden für die Zulassung des Vakzins des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac weiter Daten gesammelt. Sie sollen nach wie vor noch im Juni vorliegen, wie ein Sprecher am Dienstag bekräftigte. «Diese werden es uns ermöglichen, das rollierende Zulassungsverfahren mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA zu finalisieren.» Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Das unabhängige Data Safety Monitoring Board (DSMB) sehe keine Sicherheitsbedenken für den Impfstoff CVnCoV, teilte der Sprecher mit. Zudem habe es bestätigt, dass die Studie weiter fortgesetzt werde, um eine ausreichende Anzahl von Daten für die Durchführung einer statistisch signifikanten Wirksamkeitsanalyse zu sammeln.

«Zwischenanalysen zur Bestätigung des Fortschritts einer Studie sind ein normales Prozedere», erläuterte der Sprecher. «Die Notwendigkeit einer erhöhten statistischen Aussagekraft angesichts komplexer klinischer Studiendaten ist nicht ungewöhnlich und bedeutet nicht, dass der Impfstoff möglicherweise nicht wirksam ist - es bedeutet nur, dass mehr Daten benötigt werden, um überhaupt erst eine fundierte Berechnung der Impfstoffwirksamkeit zu ermöglichen.» Das Unternehmen habe keinen Zugang zu den anonymisierten Studiendaten und sei vom DSMB nur über den Fortgang der Studie informiert worden.

(dpa/lsw)

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