Letztes Update:
20210610042305

Ramelow: Komplette Lockerung im Herbst wagen

04:21
10.06.2021
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) spricht sich nach einem Zeitungsbericht dafür aus, die Corona-Regeln im Herbst komplett zu lockern. «Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen», sagte Ramelow der «Rheinischen Post» (Donnerstag). Die Widerstandskraft sei durch den Impfstoff in diesem Jahr höher. Er wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. «Die müssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten», sagte Ramelow.

Nach Angaben des Regierungschefs sind in Thüringen wahrscheinlich zwei Menschen infolge einer Covid-Impfung gestorben. Er bedauere das sehr, die Angehörigen erhielten Unterstützung, sagte Ramelow. «Aber bei zwei zu einer Million sind die Risiken abschätzbar
und erklärbar», fügt er hinzu. «Normalität heißt, mit Risiken zu leben.»

(dpa)

Schwesig fordert einheitliche Regeln für Corona-Risikogebiete

04:20
10.06.2021
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat bundeseinheitliche Regeln für Corona-Risikogebiete gefordert. Es könne immer passieren, dass in einzelnen Regionen die Infektionszahlen wieder steigen, und dann müsse konsequent gehandelt werden, sagte Schwesig der «Rheinischen Post» vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Donnerstag. Dafür seien einheitliche Regeln notwendig. Auch bei Großveranstaltungen und Volksfesten sprach sich Schwesig für einheitliche Regeln aus.

(dpa)

Kommission: Trotz Corona-Impfung fehlt einigen Menschen Immunschutz

04:18
10.06.2021
Die Ständige Impfkommission (Stiko) geht davon aus, dass etliche Menschen trotz vollständiger Impfung keinen wirksamen Corona-Immunschutz aufgebaut haben. Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Donnerstag/Print Freitag): «Es gibt inzwischen mehrere Studien, die zeigen, dass die Impfung gegen Covid-19 bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, nicht so gut wirkt wie bei anderen.» Die Immunantwort sei schlechter oder falle ganz aus.

Betroffen seien etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten. In solchen Fällen sei es wichtig, das Ansteckungsrisiko im Umfeld durch Impfungen so weit wie möglich zu verringern. «Man nennt das Kokonstrategie», so Mertens. Auch bei Rheumapatienten sei die Immunantwort je nach Art der Immunsuppression zumindest reduziert. Im Moment könne man noch nicht abschätzen, wie groß die Gruppe der Patienten sei, die trotz vollständiger Impfung keinen oder einen zu geringen Immunschutz aufgebaut hätten. «Wir müssen aber davon ausgehen, dass es nicht nur Einzelfälle sind.»

(dpa)

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