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20210609173306

Besorgniserregende Virusvariante Delta in Deutschland bei 2,5 Prozent

17:01
09.06.2021
Die in Indien entdeckte Coronavirus-Variante Delta bleibt in Deutschland weiter relativ selten. Ihr Anteil an den untersuchten Proben betrage nun 2,5 Prozent, geht aus einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den als besorgniserregend eingestuften Mutanten vom Mittwochabend hervor. Die Angabe bezieht sich auf Proben aus der Woche vom 24. bis 30. Mai. Die Entwicklung der Variante (B.1.617.2) der Wochen zuvor beschreibt das RKI in der Tendenz als ansteigend, auf bis zu 3,1 Prozent in der Woche vom 17. bis 23 Mai. In den RKI-Berichten der Vorwochen war der Anteil dieser Variante stets mit Werten um zwei Prozent beziffert worden, nun gab es aber rückwirkend Änderungen, die etwa mit Nachmeldungen begründet werden.

Mit einem Anteil von 94 Prozent an den untersuchten Proben löst die Variante Alpha (B.1.1.7, entdeckt in Großbritannien) bundesweit weiter den Großteil der Infektionen aus. Die weiteren besorgniserregenden Varianten Beta und Gamma spielen nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

(dpa)

IOC prüft Corona-Lehren aus Fußball-EM für Olympia in Tokio

16:35
09.06.2021
Für die Organisation der Sommerspiele in Tokio unter Corona-Bedingungen will das Internationale Olympische Komitee auch die Lehren der Fußball-EM prüfen. «Wir sind in ständigem Kontakt mit den Sportorganisationen. Wenn wir etwas aus der EURO lernen können, dann werden wir das in Betracht ziehen», sagte IOC-Olympiadirektor Christophe Dubi am Mittwoch nach der Sitzung der Exekutive in Lausanne. Die Europameisterschaft wird in elf Spielorten von London bis Baku ausgetragen, je nach Gastgeber-Stadt gelten unterschiedliche Corona-Regeln.

Wie die EM war auch Olympia in Tokio wegen der Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Wegen des Corona-Notstands in Japan und der breiten Ablehnung in der Bevölkerung des Gastgeber-Landes wird auch sechs Wochen vor der geplanten Eröffnung über die Austragung der Spiele diskutiert. Dubi versicherte, man nehme jede Warnung, auch die von Ärzten und Wissenschaftlern, ernst. «Es gibt keine Kritik, die wir nicht prüfen und eine Antwort darauf finden», sagte er.

Das IOC und Japans Regierung betonen immer wieder, die Sommerspiele «sicher und geschützt» veranstalten zu können. Dafür gibt es strenge Hygieneregeln für alle Beteiligten, ausländischen Fans bleibt die Einreise verwehrt. Mehr als 80 Prozent der Athletinnen und Athleten werden bei ihrer Ankunft in Tokio geimpft sein, bekräftigte Dubi.

(dpa)

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