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Ausnahmen von Corona-Quarantäne für Fußball-EM

09:48
09.06.2021
Für die Fußball-Europameisterschaft werden in Deutschland Ausnahmen von der Corona-Quarantänepflicht gelten. Von dieser bis zum 28. Juli befristeten Ausnahme-Regelung für die Europameisterschaft ist jeder erfasst, der zur Teilnahme, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung internationaler Sportveranstaltungen durch das jeweilige Organisationskomitee akkreditiert worden sei, wie das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschloss.

Von der Pflicht zur Anmeldung und Absonderung nach Einreise aus einem sogenannten Virusvariantengebiet werden also nicht nur Fußballer ausgenommen sein, sondern beispielsweise auch Journalisten, die von den Spielen berichten. Auch das für solche Gebiete eigentlich verhängte Beförderungsverbot gilt für diese Fälle nicht. Rund um die Veranstaltung sollen aber strenge Schutz- und Hygienekonzepte gelten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Ausnahme-Regelung bereits in der vergangenen Woche angekündigt und mit der Bedeutung dieses sportlichen Großereignisses begründet.

Großbritannien gilt wegen der Verbreitung der Delta-Variante (B.1.617.2), die zuerst in Indien entdeckt worden war, als Virusvariantengebiet. Das bedeutet, dass von dort derzeit nur noch deutsche Staatsangehörige und Menschen mit Wohnsitz in Deutschland in die Bundesrepublik einreisen dürfen. Alle müssen für 14 Tage in Quarantäne, auch wenn vor Ablauf dieser Frist ein negativer Corona-Test vorliegt. Probleme würde dies etwa nicht nur für deutsche Nationalspieler verursachen, die bei einem englischen Club unter Vertrag stehen, sondern auch wenn eine Mannschaft in London gespielt hat und danach zum Viertelfinale nach München reisen muss.

Grundsätzlich sollen die Quarantäne-Regeln mit der geänderten Verordnung bis vorerst zum 28. Juli weiterhin gelten. Allerdings wird eine Ausnahme von der Anmelde- und Quarantänepflicht für hochrangige Diplomaten eingeführt, die sich nicht länger als 72 Stunden in Deutschland aufhalten. Ein Hygienekonzept mit täglichen Tests ist dafür Voraussetzung. 

(dpa)

Thailand-Tourismus: Auch Ko Samui hofft auf baldige Wiedereröffnung

08:37
09.06.2021
Nach den thailändischen Urlauberhochburgen Phuket und Chiang Mai hofft auch die beliebte Insel Ko Samui von den Behörden die Erlaubnis zur touristischen Wiedereröffnung zu bekommen. Vertreter des Sektors hätten sich jetzt mit der Tourismusbehörde und Tourismus- und Sportminister Phiphat Ratchakitprakarn getroffen, um die Pläne zu erläutern, berichtete die Zeitung «Bangkok Post» am Mittwoch. Die Ideen für sicheres Reisen trotz Corona-Pandemie seien bereits seit März ausgearbeitet worden.

«Ko Samui steht jetzt auch in der Schlange für die Wiedereröffnung», titelte das Blatt. Unter anderem ist vorgesehen, dass geimpfte Reisende quarantänefrei auf die Insel im Golf von Thailand reisen können, sich aber zunächst einige Tage nicht frei, sondern nur im Zuge einer gebuchten Tour auf Ko Samui bewegen können. Das letzte Wort habe das staatliche Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA), hieß es.

Derweil läuft der Countdown für die Wiedereröffnung der größten thailändischen Insel Phuket, wo geimpfte Reisende ab dem 1. Juli wieder quarantänefrei ausspannen dürfen. Bis dahin sollen 70 Prozent der Inselbewohner geimpft sein, um eine Herdenimmunität zu erreichen Mehrere Airlines hatten angekündigt, wieder Direktflüge nach Phuket anbieten zu wollen. Die Stadt Chiang Mai im Norden, die vor allem bei Backpackern beliebt ist, will am 1. August folgen.

Die Vertreter aus Ko Samui baten die Behörden, mehr Vakzine auf die Insel zu schicken, damit auch dort 70 Prozent der Einwohner geimpft werden könnten. Die wichtige Tourismusindustrie in dem für seine Traumstrände, Tempel und tropischen Regenwäldern bekannten Thailand liegt wegen der Corona-Pandemie seit mehr als einem Jahr komplett am Boden.

(dpa)

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