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20210608135018

Abschluss in der Pandemie: Prüfungen beginnen ohne Probleme

13:48
08.06.2021
Rund 73 000 Schülerinnen und Schüler haben am Dienstag mit ihren schriftlichen Abschlussprüfungen für den Haupt-, Real- und Werkrealabschluss begonnen. Los ging es pünktlich um 8.00 Uhr im Fach Deutsch. Wegen der Corona-Pandemie galten für die Prüflinge der Abschlussjahrgänge besondere Bedingungen. Sie hatten nach Angaben des Kultusministeriums unter anderem 30 Minuten länger Zeit für die Prüfung.

Außerdem bekamen die Lehrkräfte in diesem Jahr mehr mögliche Prüfungsaufgaben zur Auswahl. Auf diese Weise sollen Unterrichts- und Prüfungsstoff bestmöglich zusammenpassen. Wegen Corona haben Schüler und Schülerinnen wegen Schulschließungen und Wechselbetrieben monatelang unter erschwerten Bedingungen gelernt.

Wie bereits bei den Abiturprüfungen im Mai gelten auch für die aktuellen Prüfungen spezielle Hygienebedingungen. Es besteht unter anderem eine Maskenpflicht. Außerdem müssen getestete und nicht getestete Schüler räumlich voneinander getrennt sitzen. Dem Kultusministerium waren beim Prüfungsauftakt keine Probleme wegen der Einhaltung der Hygieneregeln bekannt.

Bereits am Donnerstag wird es für die Schüler erneut ernst - dann steht die Matheprüfung auf dem Programm.

(dpa/lsw)

Arzt impft neunjähriges Mädchen unzulässigerweise gegen Corona

13:33
08.06.2021
In Schwaben hat ein Arzt eines kommunalen Impfzentrums einem neunjährigen Mädchen unzulässigerweise eine Corona-Impfung verabreicht. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, ist ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen den Mediziner eingeleitet worden, nachdem das Kind die Spritze bekommen hat. Zunächst hatte der Augsburger Sender Hitradio RT1 über die Impfung berichtet.

In Deutschland ist eine Immunisierung mit dem Vakzin von Biontech inzwischen für Kinder ab zwölf Jahren erlaubt, Jüngere dürfen keine Impfung erhalten. Nach Angaben der Polizei ist noch unklar, wie es zu der Impfung des Kindes in Bobingen (Landkreis Augsburg) kam. Dazu sollen nun die Beschäftigten des Impfzentrums befragt werden. Das Mädchen war nur als Begleitung ihres Vaters, für den die Spritze eigentlich war, in dem Zentrum.

Das Augsburger Landratsamt gab zu dem Fall keine Stellungnahme ab und verwies auf den privaten Betreiber. Eine Anwältin erklärte im Namen des Dienstleisters, dass der Arzt irrtümlich angenommen habe, das Kind sei eine Risikopatientin, die tatsächlich geimpft werden müsse. Es liege ein individuelles Versagen des Impfarztes vor. Das Unternehmen habe sich danach sofort von dem Mitarbeiter getrennt.

Wie der Vater dem Radiosender schilderte, ist es zu der Impfung gekommen, nachdem der Arzt mit dem Kind in der Behandlungskabine gescherzt habe. Danach habe sich der Mediziner sofort entschuldigt. Das Mädchen kam nach dem Vorfall zur Beobachtung in eine Klinik. Nach Angaben des Vaters hatte die Impfung bislang keine gesundheitlichen Folgen für die Tochter. «Der fehlt überhaupt nichts.»

(dpa)

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