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Wegen Quarantäne: Britische Urlauber verlassen Portugal vorzeitig

10:29
08.06.2021
Etwa 27 000 britische Urlauber haben Portugal am Wochenende und am Montag angesichts einer neuen zehntägigen Pflicht zur Corona-Quarantäne in der Heimat verlassen. Das berichtete die Zeitung «Público» am Dienstag unter Berufung auf den Präsidenten des Tourismusverbandes der Region Algarve im Süden des Landes. Viele hätten geklagt, dass sie ihre Ferien abkürzen und teure Ersatzflüge buchen mussten, berichtete die BBC. «Das Land erst auf die grüne Liste zu setzen und dann nach nur drei Wochen wieder zu streichen, ist einfach unglaublich», zitierte die BBC eine Urlauberin nach der Ankunft am Flughafen London Gatwick.

Die britische Regierung hatte das beliebte Urlaubsland am Donnerstag nach nur drei Wochen wieder von der grünen Liste der Länder gestrichen, die ohne Quarantänepflicht bei der Rückkehr besucht werden dürfen. Die neue Regelung trat am Montag um 4 Uhr morgens britischer Zeit in Kraft. Die Regierung von Premierminister Boris Johnson hatte den von der Tourismusindustrie in beiden Ländern und Urlaubern kritisierten Schritt mit der Sorge vor einer weiteren Ausbreitung der zuerst in Indien festgestellten Delta-Variante des Coronavirus und mit leicht steigenden Corona-Zahlen in Portugal begründet. Während die Delta-Variante in Großbritannien schon als vorherrschend gilt, wurden in Portugal bisher nur wenige Fälle registriert.

Noch im Januar hatte Portugal bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Infektionszahlen weltweit. Das Land ging in einen harten Corona-Lockdown und die Infektionszahlen sanken schnell. Zuletzt jedoch stiegen die Zahlen wieder leicht. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei rund 40 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche.

(dpa)

Lockdown lässt Baumarktumsätze einbrechen

09:39
08.06.2021
Nach den Absatzrekorden im Corona-Jahr 2020 hat die Do-it-Yourself-Branche im ersten Quartal dieses Jahres einen schweren Umsatzeinbruch hinnehmen müssen. Insgesamt gingen die Umsätze der Bau- und Gartenfachmärkte zwischen Januar und März im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,3 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro zurück, wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) am Dienstag in Köln mitteilte.

2020 hatte die Branche davon profitiert, dass sie früh als «systemrelevant» eingestuft wurde und ihre Läden im ersten Lockdown rasch wieder öffnen durften. Außerdem spielte ihr in die Karten, dass viele Urlaubsreisen und Restaurantbesuche ausfielen und Verbraucher das gesparte Geld nutzten, um die eigenen vier Wände oder den Garten zu verschönern. Im jüngsten Lockdown mussten dagegen auch die Baumärkte monatelang schließen. Das bescherte der Branche nach Angaben des BHB eine «Vollbremsung».

Dabei habe in den Baumärkten so gut wie kein Infektionsrisiko bestanden, klagte Hauptgeschäftsführer Peter Wüst. «Die völlig unnötig verursachten Umsatzeinbrüche in Deutschland sind und bleiben das Ergebnis unstimmiger Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern.»

Eine Prognose für das Gesamtjahr wagte der BHB angesichts der Ungewissheiten bei der Pandemie-Entwicklung und der künftigen Corona-Politik nicht.

(dpa)

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