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20210608092021

Weniger als 100.000 Tagesneuinfektionen in Indien

08:08
08.06.2021
Erstmals seit mehr als zwei Monaten (63 Tage) sind in Indien weniger als 100 000 Tagesneuinfektionen mit dem Coronavirus erfasst worden. Konkret wurden in den vergangenen 24 Stunden mehr als 86 000 Fälle registriert, wie Zahlen aus dem indischen Gesundheitsministerium am Dienstag zeigten. Die Rate positiver Tests betrage demnach 4,62 Prozent.

Im April und Mai steckte Indien in einer heftigen zweiten Corona-Welle mit teils mehr als 400 000 erfassten Fällen am Tag. Diese ist inzwischen stark abgeflacht.

Bislang sind in Indien erst rund 3,5 Prozent der mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner gegen Corona geimpft worden. Zuletzt hatte Premier Narendra Modi kostenlose Impfstoffdosen für alle Erwachsenen versprochen - nachdem seine bisherige Impfstrategie heftig kritisiert worden war.

(dpa)

Spahn zu Streit um Schutzmasken: "Schwieriger Umgang" unter Partnern

07:18
08.06.2021
Im Streit um die Verteilung von angeblich weniger geprüften Corona-Schutzmasken zwischen Union und SPD hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Koalitionspartner erneut kritisiert. «Das ist unter Partnern jedenfalls - und das sind ja Koalitionspartner - schon ein schwieriger Umgang», sagte Spahn am Dienstag im ARD-«Morgenmagazin». «Wir haben das sachlich, fachlich miteinander aufgeklärt vor sechs Monaten.» Nun stelle sich die Frage, warum das, was vor Monaten «geräuschlos» ging, nun kurz vor einer Wahl hochkomme.

Hintergrund der Debatte, die die schwarz-rote Koalition belastet, ist ein «Spiegel»-Bericht über den Umgang mit angeblich minderwertigen, in China bestellten Corona-Masken. Demnach sollten nach Plänen des Gesundheitsministeriums Masken, die nicht nach hohen Standards getestet worden seien, an Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder für Obdachlose gehen. Nach einer Intervention des SPD-geführten Arbeitsministeriums sei davon Abstand genommen worden. Spahn hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, von der SPD-Spitze kamen Rücktrittsforderungen.

Spahn zeigte sich vom Koalitionspartner enttäuscht. «Da, wo ich herkomme, unter Partnern, sagt man Entschuldigung, wenn man sich verrannt hat. Und das ist wohl nicht zu erwarten in diesem Fall.» Er kündigte an, sich weiter auf das zentrale Thema der Corona-Impfungen fokussieren zu wollen. Er bekräftigte außerdem seinen Appell an die Impfwilligen in Deutschland, sich noch für «wenige Wochen» in Geduld zu üben, wenn sie noch keinen Impftermin hätten. Spahn betonte: «Es geht um Wochen, nicht um Monate.»

(dpa)

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