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Nach Ansteckung von Busquets nominiert Spanien vier Spieler nach

17:23
07.06.2021
Nach der Corona-Infektion von Kapitän Sergio Busquets hat der spanische Fußball-Nationaltrainer Luis Enrique vier Profis nachnominiert. Diese werden in einer eigenen sogenannten Blase trainieren. Die Spieler Rodrigo Moreno (Leeds United), Pablo Fornals (West Ham United), Carlos Soler (FC Valencia CF) und Brais Méndez (Celta de Vigo) seien berufen worden, um den Kader zu unterstützen, der sich in Las Rozas bei Madrid auf die Europameisterschaft vorbereite, teilte der spanische Verband RFEF am Montag mit.

Diese Profis sollen ab Dienstag aus Vorsichtsgründen «in einer Parallel-Bubble» trainieren. Diese Entscheidung sei «in Vorwegnahme der möglichen Konsequenzen» getroffen worden, die sich aus dem positiven Testergebnis von Busquets ergeben könnten, hieß es. Im Klartext bedeutet das: Die nachnominierten Profis sollen bereitstehen, um in den endgültigen Kader zu rücken, falls es weitere Infektionsfälle gibt, die zu EM-Ausfällen führen.

Nach Bekanntgabe der Ansteckung von Busquets wurde das Training der La Roja nach Angaben des Verbands am Montag zunächst «personalisiert» durchgeführt. Details zum genauen Prozedere gab es nicht. Der Europameister von 2008 und 2012 sowie Weltmeister von 2010 bestreitet sein erstes EM-Spiel am Montag in Sevilla gegen Schweden. In dieser Gruppe E spielen auch Polen und die Slowakei.

Ob der 32 Jahre alte Busquets an der EM wird teilnehmen können, stand vorerst nicht fest. Ein Einsatz des Barcelona-Clubkollegen von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen und Superstar Lionel Messi erscheint bestenfalls beim letzten Gruppenspiel gegen die Slowakei am 23. Juni realistisch. Neuer Kapitän soll nun Jordi Alba sein.

(dpa)

Drei von vier Kreisen im Südwesten unter Inzidenz von 35

17:22
07.06.2021
Knapp drei Viertel der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg unterschreiten in der Corona-Pandemie mittlerweile die Marke 35 bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Der Wert ist seit Montag für Lockerungen etwa bei Freibadbesuchen, in der Außengastronomie und bei Kulturveranstaltungen wichtig. In 32 der 44 Regionen im Südwesten wurde nach Angaben des Landesgesundheitsamts in Stuttgart vom Montag (Stand 16.00 Uhr) in den vergangenen sieben Tagen bei weniger als 35 Menschen je 100 000 Einwohner eine Corona-Infektion registriert.

Im landesweiten Schnitt sank diese Inzidenz sogar auf 28,1 nach 29,4 am Sonntag. Allerdings wird am Wochenende meist weniger getestet und nicht alle Behörden übertragen dann ihre Daten. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie den Angaben nach 495 922 Infektionen (plus 225) gemeldet worden. An einer Infektion mit dem Coronavirus oder im Zusammenhang damit starben inzwischen 10 030 Menschen (plus 13). Als genesen gelten einer Schätzung zufolge 475 454 Personen (plus 766).

Die Stadt Heidelberg und der Landkreis Emmendingen weisen mit 8,7 beziehungsweise 9,6 sogar eine einstellige Sieben-Tage-Inzidenz auf. Am höchsten ist der Wert mit 55,6 in Pforzheim.

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 136 037 Fälle mit Hinweisen auf «besorgniserregende Varianten» übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7/Alpha) und Südafrika (B.1.351/Beta) entdeckt worden waren. Mit einem Anteil von 99 Prozent in den vergangenen zwei Wochen dominiert der Typ Alpha.

Bislang wurden in Baden-Württemberg nach Angaben des Robert Koch-Instituts 4 968 954 Menschen mindestens einmal geimpft. Der Anteil von 44,8 Prozent an der Gesamtbevölkerung im Südwesten liegt leicht unter dem Bundesschnitt von 45,7. Als vollständig geimpft gelten 2 302 244 Menschen oder 20,7 Prozent (bundesweit: 21,3). Beim Wirkstoff von Johnson & Johnson reicht eine Impfung für vollständigen Schutz aus, bei allen anderen Impfstoffen sind zwei Dosen nötig.

17,3 Prozent der 2367 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist vergleichsweise hoch. Er ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für Menschen mit anderen gravierenden Erkrankungen.

(dpa)

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