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Weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Kraft getreten

13:21
07.06.2021
In Baden-Württemberg haben die Menschen vielerorts mit Inkrafttreten der neuen Corona-Verordnung weitere Freiheiten zurückbekommen. Seit Montag gilt eine neue Lockerungsstufe für Regionen, deren Sieben-Tage-Inzidenzen stabil unter einer 35er-Schwelle liegen. Unter anderem Heidelberg, Karlsruhe, der Rhein-Neckar-Kreis und der Bodenseekreis sowie Emmendingen liegen bereits unter diesem Grenzwert.

Sobald fünf Tage in Folge ein Wert von 35 unterschritten wird, darf in Restaurants draußen auch ohne Corona-Test gegessen oder getrunken werden. Auch im Freibad und bei Kulturveranstaltungen im Freien brauchen die Besucher keinen Nachweis über einen negativen Corona-Test. Für Feiern in Restaurants oder Bars bleiben ein negatives Testergebnis oder der Nachweis, geimpft oder genesen zu sein, die Bedingung. Mit den entsprechenden Nachweisen können bis zu 50 Menschen innen und außen zusammenkommen.

Neu in der Corona-Verordnung ist außerdem, dass die einzelnen Öffnungsstufen früher in Kraft treten. Liegt die Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter dem Schwellenwert von 50 tritt ein Kreis automatisch in die dritte Öffnungsstufe ein. Dann wird unter anderem die Sperrstunde für die Gastronomie nach hinten verlegt. Restaurants, Shisha- und Raucherbars sowie Kneipen dürfen in Stufe 3 bis 1.00 Uhr nachts öffnen.

(dpa)

Noch 18 Bewohner in Dresdner Hochhaus unter Quarantäne

13:20
07.06.2021
Nach dem Tod eines an Covid-19 erkrankten jungen Indien-Rückkehrers sind noch 18 Bewohner eines Hochhauses in Dresden unter Quarantäne. Ob sich einige der Bewohner mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt hätten, sei weiter unklar, sagte eine Stadtsprecherin am Montag auf Anfrage. Die Ergebnisse der sogenannten Sequenzierung würden für Mittwoch erwartet.

Das Gesundheitsamt hatte in der Vorwoche vorsorglich eine Quarantäne für das gesamte Studentenwohnheim verhängt, nachdem ein Bewohner des Studentenwohnheims am 1. Juni nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben war. Der Student war erst vor kurzem aus Bangalore zurückgekehrt, ein Schnelltest nach der Einreise fiel negativ aus. Laut Gesundheitsamt besteht der Verdacht, der Mann könne sich mit der sogenannten Delta-Variante angesteckt haben.

Sieben Bewohner des Hochhauses waren daraufhin positiv auf das Coronavirus getestet worden, bei dreien besteht zudem der Verdacht auf eine Infektion mit der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien festgestellt wurde. Am Sonntagabend endete die Quarantäne für alle Bewohnerinnen und Bewohner mit negativem Testergebnis und ohne engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person.

Eine Studie aus Indien geht davon aus, dass die Übertragbarkeit des Virus bei dieser Variante um 50 Prozent höher ist als bei der Alpha-Variante, die zunächst in Großbritannien entdeckt wurde. Ob die Delta-Variante allerdings zu einer höheren Todesrate führt, ist der Studie zufolge noch unklar.

(dpa)

Spaniens «Alptraum»: Corona-Fall vor EM-Auftakt - Rätseln um Portugal

13:19
07.06.2021
Spanische Zeitungen skizzierten schon mal das Schreckensszenario: 0:3 am Grünen Tisch zum Auftakt der Fußball-EM. Kein Tor, kein Punkt, erst gar kein Spiel gegen Schweden um RB Leipzigs Mittelfeldgenius Emil Forsberg. Der Corona-Fall von Kapitän Sergio Busquets hat den Europameister von 2008 und 2012 sowie Weltmeister von 2010 in tiefe Sorge versetzt, die eigentliche Generalprobe an diesem Dienstag fällt aus.

Statt der A-Nationalmannschaft tritt die U21 gegen Litauen an. Und selbst Titelverteidiger Portugal, Gruppengegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, bekommt die Konsequenzen des positiven Befundes zu spüren.

Die Sportzeitung «As» berichtete sogar von einer angeblichen Quarantäne. Weder die UEFA, noch der portugiesische Verband bestätigten das aber am Montag. Der Kontinentalverband verwies auf die Mitteilung der Spanier zu Busquets vom späten Sonntagabend, auf die Ausnahmeregelungen, durch die Spieler neu benannt werden dürfen und eines der Hygiene-Protokolle. Der portugiesische Verband wies daraufhin, dass die Spieler um Superstar Cristiano Ronaldo nach einem freien Tag am Montag wieder zurückkehren würden.

Am vergangenen Freitag hatten Spanien und Portugal ein Testspiel in Madrid bestritten. Busquets, der anstelle des nicht nominierten spanischen Rekordnationalspielers Sergio Ramos die Mannschaft als Kapitän anführte, hatte beim 0:0 eine gute Stunde gespielt.

Die Portugiesen versammelten sich wieder in der Cidade de Futebol in Oeiras im Westen von Lissabon, um am späten Nachmittag zu trainieren und sich auf das letzte Testspiel vor dem EM-Start an diesem Mittwoch gegen Israel vorzubereiten. Im Nordwesten Madrids hieß es dagegen: Antreten zum nächsten PCR-Test.

Das Training wurde laut Verband zunächst personalisiert durchgeführt, Details zum genauen Prozedere gab es nicht. Die engsten Kontakte von Busquets wurden wie der Profi des FC Barcelona selbst isoliert. Laut «Mundo Deportivo» war der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler am Montag schon wieder zuhause. Dem Bericht zufolge soll er keine Symptome zeigen.

Gegen Schweden am Montag in Sevilla wird er fehlen, ein Einsatz am Samstag kommender Woche in Andalusien gegen Polen scheint praktisch auch ausgeschlossen. Bliebe noch das letzte Gruppenspiel gegen die Slowakei am 23. Juni. Neuer Kapitän soll nun Jordi Alba sein.

«Spanischer Alptraum», schrieb am Montag umgehend die schwedische Zeitung «Aftonbladet». Laut Kapitän Janne Andersson ändert der Corona-Fall beim Auftaktgegner aber nichts an der Vorbereitung der Skandinavier, wie er laut «Fotbollskanalen» versicherte.

Inwiefern die Portugiesen neben den Sorgen um mögliche eigene positive Befunde nach den Begegnungen mit Busquets auf dem Platz am Freitagabend beeinträchtigt werden in ihrer Vorbereitung, blieb zunächst etwas unklar. Jegliche Informationen bezüglich medizinischer Fragen würden über die offiziellen Kanäle erfolgen, teilte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag auf Nachfrage mit.

Ohnehin wird auch diese EM-Endrunde, die wegen der Corona-Pandemie von 2020 um ein Jahr verschoben wurde, in einer eigenen Blase mit strengen Sicherheits- und Hygienekonzepten stattfinden. Sollte es zu einem oder mehreren positiven Corona-Befunden kommen, kann solange gespielt werden, wie eine Mannschaft 13 Spieler, darunter einen Torwart, aufbieten kann, die negativ sind. Dazu können Spieler zusätzlich berufen werden, für sie müssen andere aus dem ursprünglichen Kader gestrichen werden.

(dpa)

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