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Infektionswert sinkt, Thüringen aber weiter am stärksten betroffen

08:23
04.05.2021
Eine wichtiger Wert für den Verlauf der Corona-Krise ist in Thüringen weiter leicht zurückgegangen. Am Dienstag wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums und auf Grundlage von Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 217 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage registriert. Am Montag lag der Wert noch bei rund 221. Von Montag auf Dienstag wurden demnach 334 neue Fälle erfasst.

Allerdings wies Thüringen mit dem Wert von 217 auch am Dienstag die bundesweit höchste sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz auf. Nur im Nachbarbundesland Sachsen war der Wert den RKI-Angaben zufolge mit 204 ähnlich hoch. Bundesweit lag der Wert bei rund 141.

Besonders hoch fielen die Sieben-Tage-Inzidenzen am Dienstag im Freistaat im Saale-Orla-Kreis mit rund 558 und Hildburghausen mit rund 317 aus. Am niedrigsten war der Wert in Weimar mit rund 128. Besonders niedrig waren die Zahlen mit 57 in Schleswig-Holstein und mit 90 in Hamburg.

Seit Beginn der Pandemie sind in Thüringen 3888 Menschen gestorben, bei denen das Virus nachgewiesen worden war.

Bund fördert Produktion von Impfstoff-Fläschchen

07:57
04.05.2021
Für die Produktion von Glasfläschchen für Impfstoff können Unternehmen künftig vom Bund gefördert werden. Investitionen in Anlagen zur Herstellung von speziellem Borosilikat-Rohrglas und der Fläschchen selbst würden mit insgesamt bis zu 90 Millionen Euro unterstützt, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Dadurch sollten die jährlichen Produktionsmengen deutlich gesteigert werden. «Damit der Impfprozess nicht ins Stocken gerät, benötigen wir nicht nur ausreichend Impfstoffe», sagte Wirtschaftsstaatssekretär Andreas Feicht. «Die Impfstoffe müssen auch sicher verpackt und transportiert werden können.» Dafür seien die kleinen Glasflaschen unverzichtbar.

Feicht hat die Leitung eines Staatssekretärsausschusses übernommen, dem eine Taskforce Impfstoffproduktion berichtet. Er betonte, je früher Unternehmen Produktionsanlagen in Deutschland in Betrieb nähmen, desto mehr Unterstützung könnten sie bekommen. Die höchsten Summen werden ausgezahlt, wenn die Produktion noch vor Jahresende startet. «Unser Ziel ist, die Versorgung der Bevölkerung mit Impfstoffen im Jahr 2021 und darüber hinaus sicherzustellen», sagte Feicht. Das Ministerium verspricht sich jährlich 200 Millionen Glasfläschchen zusätzlich. Förderanträge können bis zum 15. Juni 2021 gestellt werden.

Feicht zog auch eine positive Zwischenbilanz der Impfstoff-Taskforce. In den vergangenen Wochen habe sich die Impfstoffproduktion in Deutschland deutlich gesteigert. Die Taskforce habe dazu beigetragen, dass etwa in Dessau (Sachsen-Anhalt) Kapazitäten für die Abfüllung von Astrazeneca-Impfstoff geschaffen worden seien. Außerdem habe sie die Produktion von Johnson & Johnson in Dessau und von Biontech in Reinbek (Schleswig-Holstein) begleitet. Jede Woche gebe es Gespräche mit allen Impfstoffherstellern, um frühzeitig Produktions- und Lieferprobleme zu lösen. «Wir haben Unternehmen bereits bei Visa- und Zollfragen oder auch Baugenehmigungen unterstützt», sagte Feicht.