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20210503155303

Stange: Anerkennung von Long-Covid als Berufskrankheit

15:51
03.05.2021
Die Linke-Abgeordnete Karola Stange hat eine Anerkennung von Long-Covid als Berufskrankheit für bestimmte Berufe gefordert. "Jetzt müssen bereits die Weichen gestellt werden, um Versorgungsmöglichkeiten für Betroffene von Long-Covid zu schaffen", erklärte Stange am Montag vor einer gemeinsamen Sitzung des Bildungsausschusses mit dem Gesundheitsausschuss des Landtages.

Erfurt (dpa/th) - Die Linke-Abgeordnete Karola Stange hat eine Anerkennung von Long-Covid als Berufskrankheit für bestimmte Berufe gefordert. "Jetzt müssen bereits die Weichen gestellt werden, um Versorgungsmöglichkeiten für Betroffene von Long-Covid zu schaffen", erklärte Stange am Montag vor einer gemeinsamen Sitzung des Bildungsausschusses mit dem Gesundheitsausschuss des Landtages. Die gesundheitlichen und sozialen Spät- und Langzeitfolgen der Pandemie dürften nicht verdrängt werden. Stattdessen seien dringend mehr Forschung und mehr Informationen nötig.

"Betroffene brauchen einen schnellen Zugang zu Maßnahmen der Rehabilitation und beruflichen Wiedereingliederung", erklärte Stange. Auch Selbsthilfegruppen könnten einen Beitrag leisten.

Eine Anerkennung von Long-Covid als Berufskrankheit forderte sie unter anderem für Gesundheitsberufe sowie Berufen in den Bereichen Bildung, Polizei und Einzelhandel.

Holter: Einigung mit Landesdatenschützer zu Corona-Tests an Schulen

15:31
03.05.2021
Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hat beteuert, dass bei Corona-Tests an Schulen nur notwendige Daten von Schülern und Lehrern erfasst werden. «Offene Datenschutzfragen sind inzwischen geklärt», sagte Holter am Montag in einer gemeinsamen Sitzung des Bildungsausschusses mit dem Gesundheitsausschuss. «Wir haben mit dem Datenschutzbeauftragten eine Einigung erzielt, wie das datenschutzrechtlich abzubilden ist. Wir werden nur die Daten der Schülerinnen und Schüler erfassen, die notwendig sind», sagte Holter.

Demnach sollen etwa die Corona-Testergebnisse nur im Sinne des Infektionsschutzes genutzt werden. Ein Missbrauch durch weitere Behörden oder Institutionen sei damit ausgeschlossen.

Hintergrund ist ein Konflikt zwischen Holters Ministerium und dem Landesdatenschützer Lutz Hasse, der sich kritisch mit Blick auf die Corona-Tests an Schulen geäußert hatte. Hasse argumentierte, dass dort sensible Gesundheitsdaten von Kindern und Jugendlichen erhoben werden.