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Grün-Schwarz will mit Sonderprogramm Corona-Folgen abfedern

11:28
01.05.2021
Grüne und CDU in Baden-Württemberg haben sich auf ein Sofortprogramm geeinigt, mit dem die Corona-Folgen für Schulen, Kultur und den Einzelhandel in den Innenstädten abgefedert werden sollen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Samstag in Stuttgart nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen aus Parteikreisen. Das Volumen solle erst nach der Regierungsbildung und der Steuerschätzung am 12. Mai festgelegt werden. Für das geplante Sofortprogramm, mit dem die coronabedingten Lernrückstände von Kindern und Jugendlichen ausgeglichen werden sollen, wollten Grüne und CDU ursprünglich bis zu 120 Millionen Euro ausgeben.

(dpa/lsw)

Angst vor Corona: Post stellt in Duisburger Sackgasse nicht direkt zu

11:27
01.05.2021
Aus Sorge vor Corona-Infektionen stellt die Deutsche Post seit Wochen in einer Sackgasse in einem Duisburger Viertel keine Sendungen mehr in die Hausbriefkästen zu. Die Situation für Zusteller sei durch distanzloses Verhalten vieler Anwohner, die zumeist auch keine Masken trügen, nicht mehr tolerabel gewesen, sagte die Sprecherin der Deutschen Post, Britta Töllner, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die «WAZ» berichtet.

Die Sackgasse im Duisburger Stadtteil Rheinhausen wird von Wohnblocks gesäumt. Seit Beginn der Corona-Pandemie seien die Transporter der Zusteller immer wieder von den Anwohnern umringt worden. Postmitarbeiter hätten nicht mehr aussteigen wollen und sich durch zu wenig Corona-Abstand bedrängt und durch fehlende Masken in ihrer Sicherheit gefährdet gefühlt, sagte Töllner weiter. Es habe zwar keine Übergriffe gegeben, vereinzelt sei es aber auch zu verbal aggressiv aufgeladenen Situationen gekommen.

Um ihre Mitarbeiter zu schützen, habe die Post daher die direkte Zustellung in die Häuser ausgesetzt, sagte Töllner. Die Menschen könnten ihre Briefe und Sendungen seit Februar in einer benachbarten Filiale abholen. «Viele machen von der Möglichkeit auch Gebrauch und nutzen dort unsere Bereitstellungsfächer», erklärte Töllner.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es den Postangaben nach Versuche gegeben, mit Hilfe von Dolmetschern und Streetworkern in dem Viertel für mehr Sicherheit und die Einhaltung der Schutzmaßnahmen gegen Corona zu werben. Bislang reiche die Folgewirkung der Interventionen aber noch nicht aus, um die Zusteller wieder in die Straße zu schicken, sagte Töllner. «Erst muss dauerhaft sicher gestellt sein, dass sie nicht in Gefahr geraten.»

(dpa)

Italien will Impfkampagne mit Hilfe von Firmen beschleunigen

10:44
01.05.2021
Italiens Corona-Kommissar will mit Impfungen in Firmen und Touristen-Orten die Kampagne beschleunigen. Es gebe 730 Firmen-Impfstellen, zuvor müssten jedoch die über 65-Jährigen immunisiert sein, sagte der außerordentliche Kommissar für den Corona-Notfall, Francesco Figliuolo, im Interview der Zeitung «La Repubblica» (Samstag). «Wir hoffen, bis Ende Mai dieses Ziel zu erreichen», erklärte der Armee-General weiter.

Mit Blick auf die nahende Ferienzeit und die Möglichkeit, dass Menschen für ihren Impftermin nicht zuhause, sondern verreist sind, stellte Figliuolo Impfungen in Urlaubszentren in den Berg- und Sommerferienregionen in Aussicht. Darüber werde derzeit beraten.

Figliuolo behält zudem die Entwicklung durch Menschen im Auge, die sich nicht impfen lassen wollen. Diese in Italien als «No-Vax» bezeichnete Gruppe von Leuten mache im Nordosten des Landes teilweise bis zu 18 Prozent aus, sagte der 59-Jährige. In anderen Regionen seien es zwischen 10 und 12 Prozent. «Das Phänomen ist dann statistisch relevant, wenn es über 5 Prozent steigt», sagte er. Dies könne zwar kompensiert werden, jedoch befürchte er, dass in der wärmeren Jahreszeit einige denken könnten, sie blieben von dem Risiko verschont und ließen sich deshalb nicht mehr impfen.

Italien hatte am Donnerstag sein für Ende April veranschlagtes Ziel von 500 000 verabreichten Impf-Dosen am Tag erreicht. Dem Plan der Regierung zufolge sollen sich Menschen auch bei Haus- und Zahnärzten sowie Apotheken impfen lassen können. In der Impfkampagne wurden bislang knapp 20 Millionen Vakzin-Dosen gespritzt.

(dpa)

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