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Bundesnotbremse greift vor allem bei nächtlicher Mobilität

10:09
06.05.2021
Die mit der Bundesnotbremse eingeführte nächtliche Ausgangssperre in Städten und Kreisen mit einer hohen Zahl von Coronainfektionen zeigt Auswirkungen auf die nächtliche Mobilität. Eine totale Nachtruhe herrscht aber nicht auf den Straßen: Nach Daten des Statistischen Bundesamtes ging die nächtliche Mobilität in der Zeit vom 24. April bis 1. Mai in Kreisen mit Ausgangssperre im Vergleich zum Jahr 2019 durchschnittlich um zwölf Prozentpunkte stärker zurück als in Kreisen ohne Ausgangssperre.

Ehe die Maßnahmen des Bundes in Kraft traten, betrug der Unterschied der nächtlichen Mobilität in Kreisen mit und ohne regionale Ausgangssperre nur drei Prozentpunkte. Vom 24. April an sei der Unterschied mit einem 12 Prozentpunkte stärkeren Rückgang in Kreisen mit Ausgangssperre also viermal so groß wie vorher gewesen.

Der bislang größte Unterschied war den Angaben zufolge am 1. Mai zu beobachten, als der nächtliche Mobilitätsrückgang in Kreisen mit Notbremse rund 20 Prozentpunkte stärker ausfiel als in Kreisen ohne Notbremse. Tagsüber seien hingegen weder vor, noch seit Einführung der Bundesnotbremse nennenswerte Unterschiede zwischen Kreisen mit und ohne nächtliche Ausgangssperren zu erkennen, hieß es.

Insgesamt ging die Mobilität im April im Vergleich zum April 2019 vor der Pandemie um durchschnittlich neun Prozent zurück - im März hatte der Rückgang noch bei fünf Prozent gelegen. Die nächtliche Mobilität in der Zeit von 22 bis 6 Uhr, die etwa sechs bis sieben Prozent der Gesamtmobilität ausmache, ging den Angaben zufolge im April besonders stark zurück: Hatte der Rückgang im Vergleich zu 2019 für den März bei 21 Prozent gelegen, betrug er im April durchschnittlich 30 Prozent. Auch tagsüber sank die Mobilität im April mit einem Rückgang um sieben Prozent wieder etwas stärker als im März, wo der Rückgang bei vier Prozent gelegen hatte.

(dpa)

Rotes Kreuz sieht rasche Fortschritte bei deutscher Impfkampagne

10:08
06.05.2021
Die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Gerda Hasselfeldt, sieht die Covid-19-Impfkampagne nach dem schwierigen Start inzwischen auf einem sehr guten Weg. Sie erwarte, «dass wir Mitte, Ende Juni einen Großteil der Bevölkerung geimpft haben werden», sagte Hasselfeldt am Donnerstag in Berlin.

Generalsekretär Christian Reuter sagte, das DRK habe auch mobile Impfteams im Einsatz. Den Vorschlag, dies zu verstärken, um etwa Menschen in sozialen Brennpunkten besser zu erreichen, unterstütze das Rote Kreuz ausdrücklich. Er betonte: «Wir müssen alle in unserer Gesellschaft mit Impfangeboten erreichen.»

Die Corona-Pandemie hat aus Sicht des DRK gezeigt, dass die staatlichen Mittel für den Bevölkerungsschutz bei weitem nicht ausreichen. Statt der derzeit vorgesehenen 700 000 Millionen Euro sollten im Haushalt für diese wichtige Aufgabe mindestens zwei Milliarden Euro jährlich vorgesehen werden, forderte Reuter. Er sei überzeugt, «dass das alternativlos ist». Dabei gehe es nicht nur um Pandemien. Deutschland müsse sich etwa auch auf die Bewältigung von größeren Cyberattacken und einen möglichen Ausfall kritischer Infrastruktur einstellen. Der DRK-Generalsekretär sprach sich außerdem dafür aus, Erste Hilfe in den Lehrplänen der Schulen zu verankern.

Das Deutsche Rote Kreuz ist nach eigenen Angaben an fast drei Viertel der insgesamt 434 Impfzentren in Deutschland beteiligt. Aktuell seien täglich gut 10 000 ehren- und hauptamtliche Einsatzkräfte des DRK aktiv in der Bekämpfung von Covid-19.

Laut einer DRK-Umfrage engagieren sich bundesweit rund 35 Prozent der Bevölkerung regelmäßig in einem Ehrenamt. Von ihnen werden etwa 77 Prozent mindestens mehrmals pro Monat aktiv. Von allen Bundesländern liegt Baden-Württemberg mit einem Ehrenamtlichen-Anteil von rund 41 Prozent an der Spitze.

(dpa)

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