Letztes Update:
20210505143755

Serbien bietet rund 25 Euro für Corona-Impfungen

14:36
05.05.2021
Um die weit verbreitete Impfskepsis in der Bevölkerung des Balkanlandes zu überwinden, will Serbien den Bürgern Geld für eine Corona-Impfung zahlen. Wer sich bisher impfen ließ oder bis zum 31. Mai eine Impfung erhält, soll eine einmalige Unterstützung in Höhe von 3000 Dinar (25 Euro) erhalten, gab Präsident Aleksandar Vucic am Mittwoch in Belgrad bekannt. Durchschnittlich verdienen die Serben derzeit 520 Euro im Monat.

Diskriminierende Einschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, kämen nicht infrage, sagte Vucic dem regierungsnahen privaten Fernsehsender Pink. Er halte es für «verantwortungslos und egoistisch», wenn sich jemand nicht impfen lassen möchte. «Deshalb haben wir darüber nachgedacht, wie wir Menschen belohnen können, die Verantwortung an den Tag legen.»

In Serbien haben derzeit rund 30 Prozent der Menschen zumindest eine Corona-Impfung erhalten. Das Land setzt seit Dezember auch Impfstoffe aus Russland und China ein, die in der EU nicht zugelassen sind. Anfangs erzielte Belgrad damit beachtliche Ergebnisse. In den vergangenen zwei Wochen stieg der Anteil der Menschen, die eine Corona-Impfung erhalten haben, aber nur noch um zwei Prozentpunkte.

(dpa)

Kanzleramtsminister: In den nächsten Wochen Infektionen reduzieren

14:33
05.05.2021
Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) hat dazu aufgerufen, das Hauptaugenmerk bei Corona in den kommenden Wochen auf die weitere Reduzierung der Neuinfektionen zu legen - auch mit Blick etwa auf Schwangere ohne Impfmöglichkeit. «Wir sollten in den nächsten Wochen eine so klare Politik machen und die Infektionszahlen so stark reduzieren, dass es sowohl für Kinder als auch für Schwangere, nämlich für die Gesamtbevölkerung als solches, kein großes Ansteckungsrisiko mehr gibt, wenn sie Kontakte haben», sagte Braun am Mittwoch im Bundestag. Schwangere und Kinder können momentan nicht gegen Corona geimpft werden. In den vergangenen Tagen war viel über die Rückkehr der Geimpften zum normalen Leben diskutiert worden.

Sehr niedrige Infektionszahlen müssten das Hauptziel bleiben, so Braun. Die Grundfrage der kommenden Wochen sei: «Schaffen wir es, die Pandemie wirklich zu besiegen?» Braun sagte mit Blick auf die Debatte um Rechte für Geimpfte: «Und wenn wir das schaffen, dann brauchen wir überhaupt nicht zwischen solchen und solchen in der Gesellschaft zu unterscheiden.» Wenn es aber fortgesetzt ein hohes Infektionsgeschehen gebe, dann bleibe es als Dilemma bestehen, dass Geimpfte ein deutlich reduziertes Risiko bei Kontakten hätten, es aber andere Gruppe gebe, die ein sehr hohes Risiko hätten.

Der Anspruch müsse sein, «dass die impffähige erwachsene Bevölkerung jetzt auch das Impfangebot wahrnimmt, dann gehen die Infektionszahlen runter». Bei der Frage, ob Schwangere mit Corona-Schutzimpfungen rechnen könnten, müsse sich die Politik zurückhalten, betonte Braun. Dies falle in die Zuständigkeit der entsprechenden Behörden.

(dpa)

Alle externen Inhalte nachladen?
Datenschutzerklärung
nachladen