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20210501093536

Merkel würdigt schwierigen Einsatz der Beschäftigten in Corona-Krise

08:54
01.05.2021
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zum Tag der Arbeit den Einsatz vieler Beschäftigter unter schwierigen Corona-Bedingungen gewürdigt und zum Nutzen von Testmöglichkeiten aufgerufen. «Gerade Berufe, die sonst nicht solche Aufmerksamkeit bekommen, haben das Land am Laufen gehalten», sagte sie in ihrer am Samstag verbreiteten wöchentlichen Videobotschaft. Ohne die Beschäftigten in Supermärkten und die Menschen am Steuer von Lkws «könnten wir uns beispielsweise auf die gewohnte Versorgung mit Lebensmitteln nicht verlassen».

Wenn Arbeitnehmer nicht von zu Hause arbeiten können, gebe es nun auch die Pflicht für Arbeitgeber, zwei Corona-Tests pro Woche anzubieten. «Ich bitte Sie dringend, dieses Angebot nun auch zu nutzen - zur eigenen Sicherheit und weil es in unser aller Interesse ist, dass Infektionen früh erkannt werden», sagte Merkel.

Mit Blick auf viele Menschen im Homeoffice betonte sie: «Mir ist bewusst, wie anstrengend es sein kann, wenn über Monate der Esstisch gleichzeitig Schreibtisch und Hausaufgabenplatz für die Kinder ist.» Homeoffice sei aber «eine riesige Hilfe» gegen die Ausbreitung des Virus. «Es vermeidet täglich U-Bahn- oder Busfahrten zur Arbeit, es reduziert Kontakte und damit Gelegenheiten zur Ansteckung.»

Merkel dankte zum 1. Mai auch Betriebsräten und Gewerkschaftern, die sich für gute Arbeitsbedingungen und faire Bezahlung einsetzen. Wie schon in der Finanzkrise habe sich die Sozialpartnerschaft auch in dieser schweren Zeit bewährt. Angesichts des Wirtschaftseinbruchs in der Pandemie habe die Bundesregierung Milliarden eingesetzt, um das Kurzarbeitergeld zu erhöhen und die Bezugsdauer zu verlängern. «Das war gut investiertes Geld.» So hätten Betriebe ihr Personal halten können. «Und so können sie schneller wieder durchstarten, wenn die Wirtschaft wieder anzieht - und damit rechnen wir noch in diesem Jahr.»

(dpa)

Richard Mccarthy

Tausende feiern bei erster Clubnacht in Liverpool

09:32
01.05.2021
In Liverpool hat zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie in Großbritannien eine legale Clubnacht ohne Abstand und Masken stattgefunden. Rund 3000 Gäste strömten am Freitagabend Berichten zufolge auf die Tanzfläche eines Lagerhauses, in dem DJs wie Lewis Boardman und The Blessed Madonna auflegten. Die Partys am Freitag und Samstag sind Teil eines Pilotprojekts der britischen Regierung, mit dem Großveranstaltungen in Corona-Zeiten getestet werden sollen. Alle Anwesenden mussten vor dem Einlass einen maximal 24 Stunden alten negativen Corona-Test vorweisen und sollen fünf Tage nach dem Event einen weiteren Test machen. Vor Ort gilt dafür keine Abstands- und Maskenpflicht.

«Wir sind so aufgeregt», sagte die 18-jährige Leah Lawless, die zu den Partygästen gehörte, der Nachrichtenagentur PA. Der Veranstalter Sam Newson sagte, das Pilotprojekt sei unbedingt notwendig für die strauchelnde Branche, in der viele seiner Kollegen ihre berufliche Existenz verloren hätten. «Ich stand vorhin auf der Bühne und hatte ein bisschen Tränen in den Augen», sagte er zu PA. «Ich kann es nicht leugnen, es ist sehr emotional.»

(dpa)

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