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20210504125848

Kretschmann macht Hoffnung auf geöffnete Biergärten zu Pfingsten

12:25
04.05.2021
Angesichts einer leicht sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg macht die Landesregierung Hoffnung auf geöffnete Biergärten oder Hotelbereiche in den Pfingstferien und in weniger belasteten Regionen. Er könne sich vorstellen, dass dies an Pfingsten in Städten und Kreisen möglich sei, in denen Corona-Infektionszahlen an mehreren nacheinanderfolgenden Tagen niedrig sei, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). «Im Freien ist das Ansteckungsrisiko im Faktor 20 geringer. Wenn man das nochmal verbindet mit einer entsprechenden Teststrategie, mit der Vorlage des Impfausweises, wenn man voll geimpft ist, dann kann man da schon Schritte in diese Richtung machen», sagte er am Dienstag in Stuttgart.

Wiesen Landkreise und Regionen an fünf Tagen eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 auf, könne es dort Möglichkeiten für die Außengastronomie, für Handel und die Hotellerie geben, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). Außerdem sollten weitere Modelle wie in Tübingen untersucht werden. «Wenn sich das dann 14 Tage bewährt und die Inzidenz sinkt, dann werden wir weitere Bereiche versuchen mit einzubauen und dann weiter zu öffnen», sagte Lucha. Voraussetzung sei aber stets ein Rückgang der Inzidenz bei gleichzeitiger Öffnung.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche ist zuletzt sowohl bundesweit als auch in Baden-Württemberg gesunken. Die Inzidenz lag am Dienstag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (Stand 5.08 Uhr) bei 141,4, in Baden-Württemberg nach Angaben des Landesgesundheitsamtes bei 173,1 (Stand Montag, 16.00 Uhr).

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte am Dienstag an, Urlaub in Bayern zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder zu erlauben. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollten Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen.

(dpa/lsw)

Gesundheitsminister kritisiert «Impfdrängler» - und akzeptiert sie

12:24
04.05.2021
Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha hat die Praxis kritisiert, die Corona-Impfreihenfolge mit gefälschten Urkunden oder eigens ausgestellten Bescheinigungen der Eltern zu umgehen. Der Grünen-Politiker sprach aber von einer Minderheit, die die Gesellschaft zu Gunsten des gut funktionierenden Systems tragen könne. «Da, wo man bescheißen kann, wird beschissen», sagte Lucha am Dienstag in Stuttgart über die «Impfdrängler».

Das Land habe sich entschieden, die Abläufe nicht «zu verbürokratisieren» und die wenigen Menschen zu akzeptieren, «die uns hinters Licht führen». Lucha sagte weiter: «Ich glaube, die paar, die es ausnutzen, machen nicht das Kraut fett.»

Impfberechtigt sind in Baden-Württemberg unter anderem jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. Für sie gibt es eine Vorlage für eine Selbstbescheinigung auf der Homepage des Sozialministeriums.

(dpa/lsw)

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