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Experte rät Freizeitsportlern nach Corona-Erkrankung zur Vorsicht

08:39
04.05.2021
Reha-Experte und Sportwissenschaftler Ingo Froböse rat Hobby-Kickern und Freizeit-Läufern nach überstandener Corona-Erkrankung zur Vorsicht. «Sie sollten auf jeden Fall Selbstdiagnostik betreiben, Atem- und Herzfrequenz und Regenerationsfähigkeit beobachten. Wenn jemand unsicher ist, sollte er sich in ein leistungsdiagnostisches Zentrum begeben: Zum Sportmediziner gehen und sagen: Check mich mal durch!», sagte der Universitätsprofessor für Prävention und Rehabilitation an der Deutschen Sporthochschule Köln in einem dpa-Interview. «Gerade in den ersten vier bis sechs Wochen nach Corona sollte man unbedingt im sauerstoffreichen Bereich laufen, also erstmal wieder Grundlage aufbauen.»

Für Leistungssportler sieht der 64-Jährige die Verbände in der Pflicht, betroffenen Athleten zu helfen. «Wir brauchen dringend "Return to competition"-Programme. Wir brauchen unbedingt Maßnahmen, die ein ganz behutsames Vorgehen bei der Rückkehr in den Wettkampfsport betreffen», sagte Froböse. Auf alte Trainingspläne könne man in so einem Fall nicht zurückgreifen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat bereits ein «Return to sport»-Programm aufgelegt. «Dem Sportler sollte so schnell wie möglich eine medizinische Diagnostik und Beratung angeboten werden - bereits auf Landesverbandsebene und unter Einbezug der Olympiastützpunkte», erklärte Froböse. Man bräuchte auch zeitnah Symposien, die sich mit dem Thema Long Covid, den langfristigen Folgen einer Erkrankung, beschäftigen. «Wir brauchen einen wissenschaftlichen Austausch, am besten über die jeweiligen Sportarten. So wie die Task Force bei den Fußballern unter meinem Kollegen Tim Meyer Daten sammelt.»

Dabei sei auch das Bundesinnenministerium gefordert: «Wir brauchen Studien, die genau das begleiten: Return to sport - wie mache ich das überhaupt?», so Froböse. Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft in Bonn sei genau die richtige Institution dafür.

(dpa)

Volksschulen in Dänemark öffnen wieder

07:51
04.05.2021
Die Parteien im dänischen Parlament haben sich in der Nacht zu Dienstag auf die Lockerung zahlreicher Corona-Maßnahmen geeinigt. Alle Schüler der ersten bis achten Klassen sollen ab Donnerstag wieder an ihren Schulen unterrichtet werden. Die älteren Schüler müssen sich bis zum 21. Mai gedulden.

Dänemark habe eine gute Ausgangslage, sagte Justizminister Nick Hækkerup laut einer Mitteilung. «Für die Regierung ist es entscheidend, dass wir ein verantwortungsvolles Gleichgewicht halten, damit wir einen möglichst normalen Alltag bekommen, ohne die Kontrolle über die Epidemie zu verlieren.»

Auch das kulturelle Leben erwacht wieder in Dänemark. Kinos, Theater und andere Bühnen dürfen bis zu 2000 Zuschauer einlassen, vorausgesetzt diese haben einen Coronapass. Dasselbe gilt für Besucher von Fitnessstudios.

Wer ins Restaurant gehen möchte, muss ab Donnerstag nicht mehr 30 Minuten vorher einen Tisch bestellen. Die Versammlungsgrenze in geschlossenen Räumen wurde auf 25 Personen angehoben.

Auch Festivals dürfen mehr Zuschauer empfangen, doch für die großen Veranstalter würde sich eine maximale Teilnehmerzahl von 2000 nicht lohnen. So wurden das Roskildefestival, das Northside-Festival in Aarhus, das Festivals Tinderbox in Odense und viele andere am Dienstag abgesagt.

(dpa)

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