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Braun: Impfangebot bis Mitte September gilt auch für Kinder ab 12

07:53
28.05.2021
Alle Kinder, die 12 Jahre und älter sind, sollen laut Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten. «Da haben wir jetzt gesagt, da nehmen wir die 12-plus-Jährigen mit rein, das gilt auch für die», sagte der Politiker im ARD-«Morgenmagazin» zu den Beschlüssen des Impfgipfels am Donnerstag. Bis Mitte September wolle man mit den Impfungen durch sein, «das halten wir auch weiter für realistisch», sagte Braun.

Am Donnerstagabend hatten Bund und Länder bei einem Impfgipfel vereinbart, dass sich Kinder ab 12 Jahren vom 7. Juni an generell gegen Corona impfen lassen können sollen. Voraussetzung dafür ist, dass die EU-Arzneimittelbehörde EMA den bisher ab 16 Jahren freigegebenen Impfstoff von Biontech/Pfizer auch für diese Altersgruppe zulässt, dies wird für diesen Freitag erwartet. Den Ländern steht jedoch für die Impfung von Kindern kein zusätzlicher Impfstoff zur Verfügung. Außerdem hatten sowohl Biontech/Pfizer, als auch Johnson&Johnson zuletzt Lieferverzögerungen angekündigt.

Braun wies darauf hin, dass es den Ländern offen steht, spezielle Impfangebote für Schulen aufzulegen, «das haben wir nicht ausgeschlossen». Es gehe aber zu weit zu sagen, Kinder müssten sich für einen sicheren Schulbetrieb impfen lassen. «Das ist eine individuelle Entscheidung und deshalb fände ich es gut wenn Eltern und Ärzte da frei sind und dass wir sie weder bedrängen, dafür oder dagegen», stellte Braun fest.

(dpa)

Stiko-Chef sieht Corona-Impfung für Kinder noch skeptisch

07:52
28.05.2021
Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren sollen sich auch in Baden-Württemberg ab dem 7. Juni um einen Corona-Impftermin bemühen können. Wegen der geringen Datenlage will die Ständige Impfkommission (Stiko) aber weiterhin keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche aussprechen.

Die Stiko habe in der Tat Probleme damit, alle Kinder zu impfen, nicht nur die Kinder mit Vorerkrankungen, sagte der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens aus Ulm am Donnerstagabend dem SWR. «Dazu muss geklärt sein, welchen gesundheitlichen Nutzen die Kinder selber von einer Impfung haben.» In den Zulassungsstudien seien nur 1100 Kinder geimpft worden, sie seien lediglich zwei Monate nachbeobachtet worden. Es gebe einen Bedarf an zusätzlichen Daten, sagte der Virologe. Wie immer werde die Stiko ihre Empfehlung anpassen, wenn entsprechende Daten vorlägen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Donnerstag beschlossen, dass ab dem 7. Juni auch Kinder ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden können, sofern die EU-Arzneimittelbehörde EMA das Präparat für diese Altersgruppe freigibt. Die EMA will darüber an diesem Freitag entscheiden.

(dpa/lsw)

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