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Schweden: Einige Corona-Maßnahmen werden ab Dienstag gelockert

15:23
27.05.2021
In Schweden werden wie geplant zum 1. Juni mehrere Corona-Beschränkungen zurückgefahren. Das gaben Ministerpräsident Stefan Löfven und seine Regierung am Donnerstagnachmittag auf einer Pressekonferenz in Stockholm bekannt. Sie stellten dabei einen fünfstufigen Plan vor, mit dem die Beschränkungen in Schweden nach und nach gelockert werden sollen. Die Infektionslage entwickle sich in die richtige Richtung, die Pandemie sei aber noch nicht vorbei, sagte Löfven.

Mit dem ersten Schritt dürfen Restaurants ab Dienstag bis 22.30 Uhr und damit zwei Stunden länger als bislang offen bleiben. Zugleich wird die Teilnehmerobergrenze für Zusammenkünfte und Veranstaltungen heraufgesetzt auf bis zu 50 in Innenräumen und bis zu 500 unter freiem Himmel, sofern dabei feste Sitzplätze zugewiesen werden. Bei bestimmten Sportveranstaltungen wie Läufen sind 150 Teilnehmer erlaubt.

Die Lockerung dieser Maßnahmen war immer wieder aufgeschoben worden, weil Schwedens Neuinfektionszahlen nicht umfassend zurückgegangen waren. Das EU-Land hatte vergangene Woche bei der 14-Tage-Inzidenz die traurige Spitzenposition unter den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums eingenommen. Inzwischen zeigen die am Donnerstag aktualisierten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC, dass die Infektionslage nun in Litauen am stärksten ist. Schweden hat demnach derzeit eine 14-Tage-Inzidenz von fast 430, Deutschland liegt zum Vergleich bei rund 150.

Schweden ist in der Corona-Krise einen vielbeachteten Sonderweg gegangen und setzte dabei auf weniger strikte Maßnahmen wie Deutschland und der Großteil der anderen Länder Europas. Dennoch sind auch dort bestimmte Beschränkungen eingeführt worden, darunter eine bislang geltende Teilnehmerobergrenze für Veranstaltungen und Zusammenkünfte von maximal acht Personen.

(dpa)

Scholz betont Bedeutung internationaler Impfstoff-Initiative

14:24
27.05.2021
Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hat die Bedeutung der weltweiten Initiative für Corona-Impfstoffe in ärmeren Ländern (Covax) betont. Die große internationale Aufgabe sei es nun zu organisieren, dass alle Länder ihre Bevölkerung impfen könnten, sagte der Finanzminister am Donnerstag bei einer Konferenz der «Global Solutions Initiative», die die G20 zu globalen Problemen berät. Dafür sei Solidarität nötig - und finanzielle Unterstützung. Deutschland zahle große Summen für die Covax-Initiative. «Ich hoffe, dass andere Länder dem mit ähnlichen Summen folgen», sagte Scholz.

Impffortschritte auf der ganzen Welt würden auch der deutschen Wirtschaft auf die Beine helfen, betonte der SPD-Kanzlerkandidat. Er sehe international bereits Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung, unterstützt durch die Hilfsprogramme der Staaten. Sobald sich die Infektionslage bessere, erwarte er einen großen Aufschwung.

(dpa)

Test-Reihe: Veranstaltungen sind trotz Corona möglich

14:02
27.05.2021
Veranstaltungen mit Publikum können nach einer niederländischen Testreihe auch bei höherem Infektionsrisiko in Coronazeiten organisiert werden. Nach den Ergebnissen der Tests sind unter Auflagen Konzerte, Kongresse, Sportwettkämpfe und Theatervorstellungen möglich, wie die Organisation Filedlab Evenementen am Donnerstag in Den Haag mitteilte. Coronatests sind demnach vor allem bei Veranstaltungen ohne feste Sitzplätze notwendig.

In den vergangenen Monaten war unter wissenschaftlicher Begleitung das Infektionsrisiko bei verschiedenen Veranstaltungen untersucht worden. Dazu gehörten ein Kongress, Konzerte, ein Fußballspiel, Theatervorstellungen, ein Musikfestival aber auch der Eurovision Song Contest in der vergangenen Woche in Rotterdam. Überall mußten Besucher zuvor einen negativen Test vorweisen. Außerdem gab es unterschiedliche Auflagen wie etwa der Gebrauch von Schutzmasken, und das Verhalten in Räumen wurde analysiert. Die Forscher untersuchten etwa, wie weit sich Tröpfchen beim Singen, Tanzen und Schreien verbreiteten. Auch wurde das Infektionsrisiko bei Steh- und Sitzplätzen und in großen Gruppen untersucht.

Der Regierung in Den Haag wurden nun Empfehlungen für vier Szenarien von geringer bis hoher Inzidenz vorgelegt. Die Forscher halten es zurzeit für nicht ratsam, Großveranstaltungen wie Festivals zu organisieren. Die Niederlande sind trotz zurückgehender Infektionszahlen noch immer Hochrisikogebiet mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa 137.

Bei einem geringen Infektionsrisiko sind dem Bericht zufolge aber bei guter Ventilierung alle Veranstaltungen möglich. Schnelltests seien nur bei Sportveranstaltungen, Konzerten in Innenräumen und Festivals im Freien ohne feste Sitzplätze notwendig. Bei einer höheren Gefahrenlage empfehlen die Forscher, dass alle Besucher von Veranstaltungen vorher getestet werden. Allgemein wird geraten, dass Besucher Schutzmasken tragen, wenn sie sich vom Platz entfernen.

(dpa)

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