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Baden-Württemberg kritisiert Impfstoff-Verteilung des Bundes

10:48
27.05.2021
Baden-Württemberg hat sich beim Bund über die Verteilung des Corona-Impfstoffes auf die Bundesländer beschwert. Baden-Württemberg habe bis einschließlich Kalenderwoche 20 rund 95 000 Dosen Impfstoff weniger bekommen, als dem Land gemäß Bevölkerungsschlüssel zustünden, teilte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Donnerstag mit. Dies gehe aus einem Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts hervor. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.

Hintergrund sind demnach nicht abgerufene Impfdosen von niedergelassenen Ärzten in Baden-Württemberg. Sollten Ärzte Impfstoff nicht abrufen, müsse dieser an die Impfzentren des Landes gehen und nicht an Ärzte in anderen Bundesländern. Die Sprecherin nannte etwa Nordrhein-Westfalen. Dieses Bundesland liege rund 130 000 Dosen im Plus.

Zugleich seien die Impfzentren in Baden-Württemberg derzeit nur zu rund 60 Prozent ausgelastet. Es gebe also durchaus Kapazitäten, den Impfstoff schnell und effizient zu impfen, sagte die Sprecherin weiter. Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) habe sich in dieser Sache bereits an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt.

Zuvor hatten bereits Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (beide SPD) die Impfstoff-Verteilung auf die Bundesländer kritisiert. Sie beklagten ebenfalls, dass ihre Länder weniger Impfstoff bekämen, als ihnen entsprechend ihres Bevölkerungsanteils zustünde.

Bei einem Impfgipfel an diesem Donnerstag wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten über den Fortgang der Corona-Impfkampagne beraten.

(dpa)

Ehemaliger Hotspot Tirschenreuth mit niedrigster Corona-Inzidenz

10:47
27.05.2021
Ausgerechnet Tirschenreuth - der Landkreis an der bayerisch-tschechischen Grenze hat bundesweit die niedrigste Sieben-Tages-Inzidenz, nachdem er im vergangenen Jahr zeitweise der Hotspot mit den meisten Corona-Infektionen war. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) lag der Wert in Tirschenreuth am Donnerstag bei 4,2. Es folgten der Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern mit 4,5 und die bayerische Stadt Weiden in der Oberpfalz mit 4,7. Den höchsten Wert wies weiterhin die schwäbische Stadt Memmingen mit 140,6 aus.

Im Durchschnitt lag die Inzidenz in Deutschland laut RKI am Donnerstag bei 41,0. Den niedrigsten Wert verzeichnete das Bundesland Schleswig-Holstein mit 21,8. Die meisten Corona-Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gab es mit 59,0 in Thüringen.

(dpa)

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